Turbulentes Spiel in Schweinfurt

Trainer-Duo macht weiterTrainer-Duo macht weiter
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Ein Spiel mit Folgen gab es für den ECDC Memmingen in der Auswärtspartie in Schweinfurt. Das Spiel, das die Indians mit 1:4 (0:1, 0:3, 1:0) verloren, stand kurz vor dem Abbruch.

Die Indians traten in kompletter Besetzung beim Tabellenvierzehnten Schweinfurt an, der sich vor dem Wochenende noch mit dem erfahrenen Josef Eckmair verstärkt hat. Für den Franken galt es mit einem Sieg den Anschluss an die Play-off-Plätze zu halten. Dementsprechend hoch motiviert begannen auch die Mighty Dogs und hatte im ersten Abschnitt einige Chancen. Das 1:0 der Franken resultierte aus einer 5:3-Überzahl in der vierten Minute. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spielchen, aber ohne weiteren Treffer in diesem Abschnitt.

Kurz nach Wiederbeginn dann das 2:0 für Schweinfurt, als Steffen Reiser von der blauen Linie abzog und Torhüter Pethke überwand. Danach fanden die Indians besser ins Spiel. Nach einem Angriff gerieten sich Martin Jainz und Andreas Kleider „in die Haare“ und lieferten sich einen Faustkampf. Logischerweise dürften beide Spieler vorzeitig zum Duschen. Etwas aufgepuscht war die Stimmung dann nach diesem Kampf. Danach haderten die Memminger mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen. Dies führte innerhalb einer Minute zu Ausschlüssen von Manfred Jorde (2+10 wegen unnötiger Härte), Klaus Micheller (Stockcheck) und James Nagle (Bandencheck). Die Verantwortlichen des ECDC nahmen nach dieser Strafe erst einmal die Mannschaft vom Eis. „Wir wollten einfach wieder Ruhe ins Spiel bringen“, so Vorsitzender Helge Pramschüfer zu dieser ungewohnten Maßnahme. Nach „kurzer Auszeit“ kamen die Indians zurück und stellten sich dem Unterzahlspiel. Doch mit Treffer drei und vier für die Schweinfurter war diese Partie gelaufen und Memmingen nach über fünf Minuten Unterzahl mit zwei Mann weniger wieder komplett. Co-Trainer Daniel Trunzer nach dem Spiel: „Du kannst ein Spiel bei ständiger 3:5-Unterzahl eben nicht gewinnen.“

In der Drittelpause bekam Trainer Franz Xaver Ibelherr zusätzlich eine Spieldauer aufgebrummt, als er sich etwas zu lautstark Luft machte. Etwas besonnener wurde das letzte Drittel absolviert, aber mehr als der Anschlusstreffer durch James Nagle in Überzahl sprang für die Indians nicht heraus.

Memmingen verlor damit diese Partie mit 1:4, hat aber dennoch acht Punkte Vorsprung auf den zehnten Rang. Offen ist allerdings noch das Strafmaß für Trainer Ibelherr.

Tore: 1:0 (3:17) Görlitz (Nemirovsky/5-3), 2:0 (20:48) Reiser (Weyer), 3:0 (29:34) Eckmair (Görltz/5-3), 4:0 (32:08) Heindl (Nemirovsky, Eckmair/5-4), 4:1 (48:40) Nagle (Löhle/5-4). Strafen: Schweinfurt 16 + 5 + Spieldauer (Kleider), Memmingen 24 + 10 (Jorde) + 5 + Spieldauer (Jainz). Zuschauer: 716.