TSG hofft auf Verstärkung aus Balingen

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Zum Saisonstart in die Landesliga Baden-Württemberg ist noch vor dem ersten Heimspiel der TSG Reutlingen am 19. Oktober die erste Überraschung perfekt. Letztes Wochenende wurde bekannt, dass der Baden-Württemberg-Ligist ESV Zollernalb seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückziehen muss. Ende der vergangenen Saison hatte die TSG gegen den ESV noch in der Aufstiegsrunde um die Plätze in der Baden-Württemberg-Liga gekämpft. Der Rückzug aus eröffnet den Spielern einen Vereinswechsel ohne Wechselfrist und damit die eine oder andere Veränderung der Spielstärken der Vereine in der Landesliga. Hier macht sich die TSG mit ihrem eher kleinen Kader natürlich auch Hoffnung, eine Verstärkung an Land ziehen zu können.

Zwei Kandidaten haben sich bereits in dieser Woche im Probetraining vorgestellt, wobei Stürmer Dominik Tilgner schon seine Zusage gegeben hat. Mit dem Abgang der beiden letztjährigen Topstürmer Roberto Cazacu und Maxim Beck muss die TSG eine riesige Lücke in der Offensive schließen. Beck und Cazacu waren zusammen für 90 Scorerpunkte verantwortlich und in der Liga überlegen. Fehlen wird im Sturm auch Martin Krhut, der bereits letzte Saison aufgrund von Verletzungen nur wenige Einsätze hatte und nun aus gesundheitlichen Gründen gezwungen ist den aktiven Sport aufzugeben. Als weitere Neuzugänge kann die TSG bislang die Verteidiger Roland Krüger und Rico Keppeler präsentieren. Krüger hat mit Stationen in Schwenningen und Köln eine hervorragende Ausbildung genossen und tritt trotz dreijähriger Pause bereits wieder sehr sicher in der Abwehr auf. Mit Rico Keppeler stößt über Umwege ein Eigengewächs der TSG zum Kader. Keppeler hat den TSG-Nachwuchs durchlaufen und es in die Landesauswahl geschafft, woran sich ein Jahr in der Schülerbundesliga des SC Bietigheim-Bissingen anschloss. Zuletzt war er jedoch auf Bundesebene im Inlinesport aktiv und bringt entsprechende konditionelle Fähigkeiten mit. Nicht mehr mit dabei sein wird Abwehrhühne Jürgen Haile, der nach über zwei Jahrzehnten Ligasport für den ESV Balingen, die IGES Reutlingen und die TSG Reutlingen seinen Rücktritt vom aktiven Eishockey erklärt hat. Der Wegfall seiner verdeckten Schlagschüsse von der blauen Linie und seine ernorme Reichweite werden für die TSG-Gegner eine merkliche Erleichterung sein. Trainer Karel Bauhof bekommt trotzdem mit den Neuzugängen in der Defensive deutlich mehr Möglichkeiten, um seine Routiniers Ulli Schweigert, Christian Pratnemer und Philipp Seidemann gezielter einsetzen zu können. Mit dem neu gewählten Modus einer kombinierten Doppelrunde, die von fünf der insgesamt neun Mannschaften gespielt wird, ergeben sich für die TSG 26 mögliche Saisonspiele. Die erhebliche Mehrbelastung wird nur von einem personell ausreichend großen Kader bewältigt werden. Schon deshalb sind die Neuzugänge in der Verteidigung mehr als willkommen. Durch die Splittung der Liga in Mannschaften, die nur die Einfachrunde spielen und der TSG, dem Stuttgarter EC 1b, dem EHC Herrischried, dem FSV Schwenningen und dem VfR Pforzheim, die die Doppelrunde wagen stehen die Mannschaften für das obere Tabellendrittel fast schon fest. Klarer Favorit ist wie in der vergangenen Saison der EC Stuttgart 1b, der mit drei ausgeglichenen Blöcken und Verstärkung auf der Torhüterposition mindestens in gleicher Spielstärke in die neue Runde geht.

Auch in dieser Saison ist eine Niveauanhebung in der Landesliga zu erwarten, so dass die TSG wegen der bislang nicht vollständig kompensierten Abgänge im Sturm auf dem Papier zunächst einmal etwas schwächer einzustufen ist. Zum Saisonauftakt in der Reutlinger Eishalle am Sonntag, 19. Oktober, 19:15 Uhr der fast schon traditionell gegen den EHC Eisbären Heilbronn 1b stattfindet, startet die TSG wieder mit einer Freier-Eintritt-Aktion.