Torhungrige Tigers für Bayernliga-Auftakt gerüstet

EHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-EndspielEHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-Endspiel
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Der EHC Bayreuth gewann seine letzten beiden Testspiele vor der Bayernligastart. Dem 8:0 gegen den EV Pegnitz folgte ein 8:7-Sieg beim Höchstadter EC.

Bereits nach 42 Sekunden tauchte Stoyan vor EVP-Torhüter Sellerer auf und verwertete einen Querpass zum frühen 1:0 gegen Pegnitz. Bayreuth legte nach, Martindale musste nur noch einschieben und besorgte bei 5 gegen 3 das 2:0 (5.). Dem Gast merkte man den Trainingsrückstand an und so brachten die Pegnitzer das von Bädermann gehütete Bayreuther Gehäuse kaum einmal in Bedrängnis. Die Tigers hingegen waren im ersten Drittel effektiv und so erzielte Carbone nach einem verunglückten Hausauer-Schuss das 3:0 (12.). Kurz vor dem Pausentee setzte sich abermals Carbone in Szene, als er in Unterzahl auf 4:0 erhöhte (19.).

Der EVP konnte nur wenig für Entlastung sorgen, profitierte allerdings davon, dass die Tigers im Mittelabschnitt nicht mehr so konzentriert zu Werke gingen. Lediglich Verteidiger Wagner konnte das Ergebnis auf 5:0 schrauben, als sein Schuss von der blauen Linie bei 5 gegen 4 den Weg ins Gäste-Tor fand (28.). Der anfänglich nervöse Sellerer kam nun besser ins Spiel und konnte mehrmals Bayreuther Einschussmöglichkeiten aus kürzester Distanz entschärfen.

Im letzten Drittel häuften sich die Ruppigkeiten und somit auch die Strafzeiten. Der EHC versuchte wieder seine spielerische Linie aus dem ersten Drittel zu finden, was ihm teilweise gelang. Der wiedergenesene Schmidt traf zum 6:0 (42.), ehe Müller bei 4 gegen 3 auf 7:0 erhöhen konnte (53.). Der auffällige Geigenmüller wollte sich auch seinen Treffer verdienen, scheiterte jedoch an der Latte. Der Treffer des Tages blieb sicherlich Martindale vorbehalten, als er im Fallen den Puck über Sellerer lupfte und zum 8:0-Endstand traf (55.). Für den EHC Bayreuth war dieses Spiel kein Gradmesser, zumal auch der Pegnitzer Sturmtank Polesny angeschlagen war und an allen Ecken und Enden fehlte.

Am Sonntag stand für den EHC Bayreuth der letzte echte Härtetest auf dem Programm, als man beim Klassenkameraden Höchstadter EV seine Visitenkarte abgab. Und es sollte wie schon vor einer Woche (9:4 für die Tigers) ein torreiches Match werden. Mit 8:7 (2:3, 2:3, 4:1) behielten die Oberfranken die Oberhand. Die beiden Verteidiger Wagner und Noob brachten die Wagnerstädter zunächst mit 0:2 in Front (7. und 13. Minute), ehe Schmidhuber (14.) und Michalek (15.) per Doppelschlag ausgleichen konnten. Die Höchstadter Führung vereitelte zunächst der Bayreuther Keeper Sievers, als er einen Penalty entschärfte. Doch mit der Pausensirene erzielte Stribny doch noch das 3:2 für die Gastgeber (20.).

Martindale, der Kanadier im Tigers-Trikot, schlug dann in Unterzahl zu und markierte den 3:3-Ausgleich (25.). Höchstadt ließ sich davon jedoch nicht beirren. Der Neuzugang aus Freiburg, Roman Kadera, brachte die Alligatoren erneut in Front (28.), ehe Hiendelmayer (29.) sowie Strobel (32.) auf 6:3 erhöhten. Bei den Tigers machte sich das Fehlen von Abwehrspieler Zimmer bemerkbar, der im ersten Durchgang eine Matchstrafe erhalten hatte. Dennoch gaben die Gäste aus Oberfranken nicht auf und kamen zum 6:4 durch Schmidt (40.).

Im Schlussabschnitt setzte sich der Torreigen fort. Ein Eigentor von Spielertrainer Noob, das Kadera zugesprochen bekam (44.), schien die Vorentscheidung zu sein – doch weit gefehlt: Seibel und Rückkehrer Stoyan trafen innerhalb von 20 Sekunden (48.), ehe Noob per Schlagschuss zum 7:7 ausglich (51.). Das muntere Scheibenschießen war noch nicht beendet. Erst traf Brahmer nur die Latte und in der 59. Minute erzielte Schmidt tatsächlich noch den 8:7-Siegtreffer für die Tigers.