Torfestival und gute Nachrichten zum Abschluss für den EVLEV Lindau

Torfestival und gute Nachrichten zum Abschluss für den EVLTorfestival und gute Nachrichten zum Abschluss für den EVL
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Das 7:5 (1:2, 4:2, 2:1) brachte die Heimstärke der Islanders erneut hervor, obwohl die mit einer, wie es Trainer Pavel Mojtek formulierte, „eher ungewöhnlichen Aufstellung“ antraten. Zunächst fiel einmal der Heim-Pflichtspiel-Abschied von Jiri Kunce ins Wasser, da der 41jährige erkrankt passen musste. Für ihn funktionierte Mojtek Stürmer Manuel Merk zum Verteidiger um, da Tobias Fuchs im Angriff auflief „um vorne mehr Druck zu machen und die Hintermannschaft zu entlasten“ – was auch gelang.

Kunce war aber nur einer der zahlreichen Ausfälle im Lager des EVL, beginnend bei Torhüter Varian Kirst über Kapitän Martin Masak bis kurz nach dem Aufwärmen endend bei Matthias Schwarzbart. Dessen Pech war das Glück des 17jährigen Elia Feistle, den Trainer Mojtek zusammen mit Nico Rampp aus der EVL- Jugend für das Spiel nominierte. Feistle ersetzte Schwarzbart von Anfang an als Center der dritten Reihe und machte seine Sache ordentlich.

Wie überhaupt die Lindauer einen guten Start hatten. Schon nach 48 Sekunden traf Mike Dolezal zum 1:0. Danach sorgten aber die Islanders selbst für die Wende: Ein Aufbaupass traf den Schlittschuh eines eigenen Spielers, von wo die Scheibe am verdutzten Lindauer Keeper Nicolai Johansson vorbei im Tor landete (5.). Den Schock nutzte Waldkraiburg schon 16 Sekunden später zum 1:2.

Diesen Rückstand reparierte Tobias Fuchs aber schon nach 13 Sekunden des Mitteldrittels in Überzahl. In einem unterhaltsamen und torreichen Spielabschnitt sahen die rund 200 Zuschauer noch fünf weitere Treffer Dolezal brachte die Islanders wieder in Führung (26.), die die Gäste fünf Minuten später wieder ausglichen obwohl dem 3:3 ein Foulspiel der Löwen voranging. Ein Doppelschlag von Fuchs, der mit Zdenek Cech glänzend harmonierte und André Martini sorgte aber innerhalb von 26 Sekunden in der 35. Minute für das 5:3. Waldkraiburg blieb aber dran und verkürzte noch einmal vor der Pause (37.).

Entschieden wurde die Partie letztlich vom gut aufgelegten Zdenek Cech. Zehn Minuten vor dem Ende fälschte er einen Schuss von Stefan Wissenbach unhaltbar zum 6:4 ab, ehe ihm sechs Minuten vor dem Ende ein Kunstschuss gelang. Aus der Luft drosch er den Puck in Baseball- Manier zum 7:4 ins Netz. Der EHC hatte zwar das letzte Wort, aber auch der fünfte Gästetreffer gefährdete den fünften EVL- Sieg im fünften Spiel der Abstiegsrunde nicht mehr.

Mit einer positiven Nachricht beendet der EV Lindau die Saison.  Gestern gab Nikolas Oppenberger eine Zusage für eine weitere Saison im Trikot des EV Lindau. „Darüber sind wir sehr froh. Er war unser konstantester Stürmer in dieser Saison. Sein Wille und seine körperliche Fitness sind vorbildlich“, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. „Nikolas ist der Prototyp des Spielers wie wir ihn uns für den EVL vorstellen.“ Er spiele furchtlos, gebe in jedem Spiel alles und könne auch gegen stärkere Gegner den Unterschied ausmachen. „Wir brauchen mehr solcher Spieler, die nicht erst in der Abstiegsrunde glänzen, sondern uns helfen, sie zu vemeiden.“

Mit 37 Punkten (16 Tore) ist Oppenberger noch immer zweitbester Scorer des EVL, obwohl der 24jährige seit Anfang Januar verletzungsbedingt ausfällt und auch beim Saisonabschluss in Germering am Sonntag (17:30 Uhr) nicht wird auflaufen können. Abgesehen davon, im letzten Spiel der Abstiegsrunde einen guten Eindruck zu hinterlassen und keine Sperren für die neue Saison zu kassieren, befinden sich die Lindauer bereits mit Hochdruck in der Planung für die neue Saison. „Wir werden einen breiteren Kader benötigen, um uns zu verbessern“, sagt Trainer Pavel Mojtek. „Deshalb sind wir schon jetzt offen für Spieler, die uns helfen, konstanter zu werden.“

Dies sei vor allem deshalb notwendig, weil es den Islanders auch in der abgelaufenen Saison oftmals schwer fiel, Ausfälle zu kompensieren, wenn sie in größerer Anzahl auftraten. „Da fehlen uns halt Junioren zum Auffüllen als Unterbau und der Abstand zur 1b ist für viele auch noch zu groß“, sagt Mojtek, der allerdings schon begonnen hat Jugendspieler Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln zu lassen, zuletzt beim 7:5 Sieg gegen Waldkraiburg am Freitag Elia Feistle. „Das ist ein Teil des möglichen Erfolges. Aber man braucht definitiv auch einen größeren Stamm an erwachsenen Spielern“. Dies betreffe vor allem den Sturm. Für Bewerbungen sind die Islanders jederzeit offen. Zudem haben die Lindauer mit den aktuellen Personalien nach dem Verbleib von Torhüter Varian Kirst, Kapitän Martin Masak und nun Nikolas Oppenberger schon in jedem Mannschaftsteil eine qualitative Grundlage geschaffen, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu bekommen.


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