Topspiel zum JahresabschlussEV Lindau

Topspiel zum JahresabschlussTopspiel zum Jahresabschluss
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20 Spiele, 18 Siege, nur 2 Niederlagen, davon wiederum nur eine in regulärer Spielzeit. 143:48 Tore. Muss man mehr sagen, um die Stärke des ERC Sonthofen zu erklären? Alles – aber auch alles an den Bulls schreit „Oberliga- Aufstieg“, wenn man es betrachtet. Alleine wenn man auf die Scorerwertung schaut, findet man mit Markus Vaitl, Andreas Kleinheinz, Ron Newhook und Björn Friedl, vier Sonthofener Spieler unter den Top 10 Scorern der Bayernliga. Sie haben alle Tore im zweistelligen Bereich erzielt, wie auch Marc Sill und Michael Grimm. Liga- Star Michael Waginger, der erst im Frühjahr seine lange und erfolgreiche DEL- Karriere beendete, hat diese nur noch nicht, weil er acht Spiele verletzt verpasste. Qualität, wohin man blickt also im Team von Trainer Harry Waibel. „Man kann sich bei diesem Team nicht drauf konzentrieren, eine Sturmreihe aus dem Spiel zu nehmen. Dazu ist das Team zu tief besetzt“, sagt EVL- Coach Pavel Mojtek. „Man muss einfach jeden Wechsel konzentriert spielen und Fehler vermeiden, denn die werden gnadenlos bestraft.“

Gerade die Defensive der Islanders, die zuletzt gut funktionierte, wird enorm viel Arbeit haben. Torchancen werden die Lindauer dagegen nur wenige bekommen, die sollten sie dann nutzen. „Wir sind hoch motiviert. Die Mannschaft funktioniert“, sagt Pavel Mojtek, der nach abgesessener Sperre wieder auf Mike Dolezal zurückgreifen kann. Das ist wichtig, denn hinter dem Einsatz von Matthias Schwarzbart steht ein Fragezeichen.

„Im Grund kann uns nichts passieren. Niemand erwartet einen Sieg von uns. Wir müssen raus gehen, unser Bestes geben und schauen, wie lange wir das Spiel offen halten können“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang, der sich auf ein „Eishockey- Fest“ freut. „Wir werden eine spielstarke und sehenswerte Gastmannschaft beobachten können und einen Außenseiter, der sich so gut wie möglich wehrt – und das vor einer Super-Kulisse.“

Aufgrund der starken letzten Auftritte des EVL hätten die Islanders sich ein ausverkauftes Haus (erlaubt sind 1250 Zuschauer) auch verdient. Die Vorbereitungen dazu hat der EVL auch in Absprache mit Ordnungsamt, Polizei und Ordnungsdienst getroffen, damit angesichts des großen Andrangs der Einlass reibungslos verläuft. Deshalb werden die Zuschauer auch gebeten, frühzeitig in die Eissportarena anzureisen – am Catering sollte es nicht scheitern, wenn man schon weit vor dem Startbully in der Arena ist.

Was die Zuschauer dann erwartet ist offen. Fakt ist: Es könnte das letzte Mal für lange Zeit sein, dass der ERC in der Eissportarena gastiert. Allein deshalb sollte man dieses Derby von Anfang bis Ende genießen.