Toller Kampf wird nicht belohnt

Toller Kampf wird nicht belohntToller Kampf wird nicht belohnt
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Die Indians erneut ohne Switzer, Wiese und Börner mussten kurzfristig auch noch auf Kapitän Martin Jainz verzichten, der sich beim Freitagsspiel vermutlich eine Gehirnerschütterung zuzog.

Es entwickelte sich gleich zu Beginn ein munteres Spielchen, in dem beide Mannschaften zu teilweiße guten Chancen kamen. Allein Markus Kerber hatte bereits früh die Chance sein Team in Front zu bringen, scheiterte aber zweimal am guten Bayreuther Schlussmann Bädermann. In der Folge des recht fairen, aber umkämpften Spiels kam es vermehrt zu Strafzeiten, aus denen aber keine Mannschaft Kapital schlagen konnte. Alex Reichelmeier hielt, was es zu halten gab, und das Powerplay der Indians war insgesamt gesehen zu harmlos; mehr als ein Pfostentreffer sprang vorerst nicht heraus. Mit Applaus der mitgereisten Fans ging es in die erste Drittelpause, denn die Einstellung und der Kampf der Memminger waren ausgezeichnet und es konnte durchaus als Teilerfolg gewertet werden, ein Drittel lang das Tor gegen heimstarke Tigers sauber gehalten zu haben.

Allerdings währte dieses Erfolgserlebnis nicht allzu lange. Eine Minute nach Wiederbeginn war Stoyan auf Bayreuther Seite zur Stelle und brachte das Heimteam in Front. Und nachdem die Indians auch ihr nächstes Überzahlspiel nicht nutzen konnten dauerte es bis zur 34. Spielminute ehe Bayreuth auf 2:0 erhöhte. Der bärenstarke Verteidiger Potac hatte abgezogen und sorgte für Jubel im mit knapp 1000 Zuschauern besetzten Tigerkäfig Bayreuth. Memmingen nun deutlich unterlegen, da der Favorit sich nun in einen Rausch zu spielen schien. Doch mehr als einen Lattentreffer ließ die Memminger Defensive nicht mehr zu und so ging es, immer noch mit einem kleinen Funken Hoffnung, ins letzte Drittel.

Im letzten Abschnitt versuchten die Indianer alles um noch einmal heranzukommen, doch es sollte nicht sein. Das pausenlose Anrennen war gegen eine starke Bayreuther Mannschaft, die jederzeit gefährlich war, nicht genug. Und obwohl Memmingen sich ein Chancenplus herausspielte und in dieser Phase mehr vom Spiel hatte, machte Potac nach zweifelhafter Stotz-Strafe fünf Minuten vor Ende alles klar. Die Indians nahmen noch eine Auszeit und warfen alles nach vorn, mehr als der verdiente Anschluss durch den guten Martin Hoffmann war aber nicht mehr drin und so mussten sie sich ohne Punkte auf den langen Heimweg machen.

Alles in allem ein starker Auftritt der Indians, bei dem sie mit etwas Glück und konsequenterer Chancenverwertung auch den ein oder anderen Punkt hätten holen können. Jetzt gilt es, den Blick nach vorn zu wenden, um sich voll auf das wichtige Wochenende mit Peißenberg und Miesbach vorzubereiten, bevor es in die einwöchige Länderspielpause geht.

Tore: 1:0 Stoyan (Zimmer, Geigenmüller), 2:0 Potac (Schadt), 3:0 Potac (Hlozek, Pertl; 5-4), 3:1 Hoffmann (McLaughlin, Tenschert; 5-3). Strafen: Bayreuth 18, Memmingen 18 + 10 (Stotz).