Tigers vor heißem WochenendeEHC Bayreuth

Tigers vor heißem WochenendeTigers vor heißem Wochenende
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Im Vorjahr belegte der TSV nach zähem Start und erfolgreichen Wechseln auf der Trainerbank (Meciar kam für das einheimische Duo Pfleger/Maier) und beim Kontingentspieler noch mit 49 Punkten den siebten Platz, bevor man in der Meisterrunde trotz des Penaltysieges im Tigerkäfig ausgeschieden ist.

Die Führungsrolle im Sturm haben weiterhin der im Saisonverlauf  2011/12 zu den Eishacklern gekommene Tscheche Kopecky und der neu verpflichtete Ex-Profi Martin Hinterstocker (DEL für Ingolstadt und Augsburg, zuletzt in Bad Tölz, OL), wobei das Eigengewächs Andrä aktueller Topscorer (4T, 2A) ist. Der seit je her starke eigene Nachwuchs ist sowieso der größte Faustpfand der Oberbayern und die Basis ihrer etablierten Mannschaft. In der Abwehr führen Lenz und Neuzugang Pfaff (zuvor Bad Tölz, OL) Regie und im Tor hat das junge Eigengewächs Resch dem langjährigen Stammkeeper Barth momentan etwas den Rang abgelaufen. Mit neun Punkten auf Platz fünf ist der Start im Pfaffenwinkel geglückt. Zu Hause setzte man sich jeweils klar durch (5:1 gegen Dorfen, 4:1 Königsbrunn), während auswärts eine Niederlage und ein Sieg für den TSV zu Buche schlagen.

Nicht minder gefährlich sind die Indianer, wenn sie auf dem Kriegspfad sind. 2011/12 lag man nach der Hauptrunde mit 68 Punkten auf Platz vier, scheiterte in der Meisterrunde aber an den späteren Aufsteigern Schweinfurt und Weiden. Über den Sommer gab es einige schwerwiegende Abgänge wie Bayernligatopstar McLaughlin nach Deggendorf (OL), Routinier Switzer (Karriereende) oder Varianov (Waldkraiburg) im Angriff oder Jänichen und Vorderbrüggen in der Defensive. „Junges Blut“ mit reichlich Talent, aber noch wenig Erfahrung für die Offensive wie Merkle (Halle, OL), Striepecke (Bad Nauheim, OL) oder Rückkehrer Vycichlo (Königsbrunn) und den robusten Sing (Schongau) für die Abwehr soll diese Lücken nun schließen. Im Tryout-Verfahren entschied man sich in der Vorbereitung dann noch zur Verpflichtung des Kanadiers Brit Ouellette von der Uni Davenport.

Der erfahrene Coach Jogi Koch, der seine schwere Krankheit zum Glück gut überstanden hat, muss um die verbliebenen Leistungsträger wie Offensivverteidiger Hoffmann oder die Stürmer Rott, Börner und Kerber nun eine neue Mannschaft formen. Zehn Punkte mit drei Siegen und einer Penaltyniederlage in Dorfen reichen für die Allgäuer aktuell zu Platz drei direkt vor den Tigers.

Die Wagnerstädter werden beide Partien erneut nicht in voller Besetzung bestreiten können. Verteidiger Zimmer wurde inzwischen operiert und fällt noch einige Wochen aus, und auch für Stürmer Fendt kommt ein Einsatz an diesem Wochenende vermutlich noch zu früh. Damit wird sich an den letzten Formationen kaum etwas ändern. Einen echten Grund für größere Wechsel gibt es sowieso nicht. Bestes Indiz für diese These ist die bisher erfolgreichste Offensive (27 Treffer) und stabilste Abwehr (9 Gegentore) der gesamten Bayernliga. In der ligaweiten Sorerliste belegen Bayreuther Akteure in einer beeindruckenden Breite Spitzenplätze. Hlozek und Juhasz führen das Feld mit 12 Zählern sogar souverän an und auch Bartosch (Platz 5), Potac (7) und Thielsch (9) mit je 8 Punkten sind ebenso vorne dabei wie Müller (7 Punkte, 12.).