Tigers im Stile einer SpitzenmannschaftEHC Bayreuth

Tigers im Stile einer SpitzenmannschaftTigers im Stile einer Spitzenmannschaft
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Hochkonzentriert gingen die Wagnerstädter in diese Partie, die wegen des großen Zuschauerandrangs etwas verspätet begann, und demonstrierten vom Eröffnungsbully weg eindeutig ihre Ambitionen in diesem Spitzenspiel. Mit breiter Brust nach den letzten guten Vorstellungen übernahm man am Hühnerberg die Initiative im Stile einer echten Spitzenmannschaft. Geigenmüllers technisch starke Einzelaktion zum 1:0 lenkte das Spiel auch gleich in die richtige Richtung für die schon in der Anfangsphase klar stärkeren Gäste. Thielschs abgezockt verwandelter Alleingang nach Juhasz Steilpass stellte die Weichen auch bald noch deutlicher für den EHC. In der 14. Minuten konnte Indians-Goalie Reichelmeir dann nach einem unglücklichen Zusammenprall nicht mehr weiter spielen, wurde durch Niemz ersetzt und die Allgäuer versuchten sich ins Spiel zu kämpfen, doch die Oberfranken behielten durchgehend die Kontrolle und ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Die über 150 mitgereisten Tigersfans machten auch ordentlich Stimmung und hatten bald auf den Rängen genauso die Oberhand wie ihr Team auf dem Eis. Die Führung nach den ersten zwanzig Minuten war demnach mehr als verdient.

Im Mittelabschnitt machten die Oberfranken genau so weiter, drängten die „Rothäute“ sofort wieder in die Defensive und Juhasz markierte in doppelter Überzahl als Nachschuss nach einem Pfostentreffer von Thielsch gleich den dritten Treffer. Der sehr spielfreudige Geigenmüller hatte weitere starke Szenen, doch die Hauptakzente setzte diesmal die Formation um Juhasz, Müller und Thielsch mit Kasten und Okonek. Wenn man auf zwei solche Reihen zurückgreifen kann, macht man sich schwer ausrechenbar und auch die anderen erledigten einen „guten Job“, wie Trainer Waßmiller nach dem Spiel erfreut feststellte. Mit dem 4:0 durch Juhasz war dann schon früh (26.) eine gewisse  Vorentscheidung gefallen, zu dominant traten die Wagnerstädter auf. Daran änderte der überraschende Fernschusstreffer von Kerber auch nichts, denn nur 30 Sekunden später steuerte Seibel alleine auf Niemz zu und verwandelte, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Eine kurze Phase in der die Partie etwas hin und her wogte mit Chancen auf beiden Seiten, schloss sich an, doch als Thielsch kurz nach dem Ablauf einer Tigers-Strafe den Konter mit dem 5:1 veredelte, lief es wieder fast nur noch in eine Richtung. Weitere Möglichkeiten der Gäste blieben ungenutzt, wie z.B. der berechtigte Penalty von Seibel, den Niemz entschärfen konnte.

Im Schlussdrittel versuchten die Allgäuer zwar noch einmal etwas Ergebniskosmetik, aber die Bayreuther behielten alles unter Kontrolle und ließen das Spiel dann mehr oder weniger auslaufen. Potac erhöhte mit einem platzierten Schuss im Powerplay noch und Quellette setzte per Nachschuss bei einem schnellen Gegenangriff den Schlusspunkt. Beide Trainer analysierten in der PK genauso wie die zahlreichen Zuschauer, die klaren Kräfteverhältnisse mit einer bärenstarken Tigersmannschaft gegen sich wehrende, aber chancenlose Indians.

Zwei Spiele haben die Oberfranken noch bis zum Jahreswechsel vor der Brust.  Den Auftakt macht man am zweiten Weihnachtstag um 18.30 Uhr in Höchstadt mit dem nächsten Frankenderby. Am Freitag steht um 20.00 Uhr noch das Nachhol-Heimspiel gegen Waldkraiburg auf dem alten Jahreskalender, dass wegen Terminüberschneidungen im Sportpark verlegt werden musste.

Tore: 0:1 (4.) Geigenmüller (Fendt, Bartosch), 0:2 (10.) Thielsch (Juhasz, Kasten), 0:3 (22.) Juhasz (Thielsch, Kasten/5-3), 0:4 (26.) Juhasz (Thielsch, Müller), 1:4 (27.) Kerber (Zimmermann, Quellette), 1:5 (36.) Thielsch (Juhasz, Okonek), 1:6 (56.) Potac (Geigenmüller, S. Mayer/5-4), 2:6 (59.) Quellette (Kerber, Zimmermann/6-5). Strafen: Memmingen 10, Bayreuth 6. Zuschauer: 1705.