Tigers erwarten Pfaffenhofen zum HalbfinalstartEHC Bayreuth

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Wer zuerst zwei Partien für sich entscheidet - die Höhe des Resultats ist dabei völlig unerheblich, egal ob nach 60 Minuten, Verlängerung oder Penaltyschießen – ist für das Finale, welches dann im Best-of-Five-Modus gespielt wird, qualifiziert. Das zweite Halbfinale spielen parallel Sonthofen und Memmingen.

Die Ice Hogs stellen nach zahlreichen Kaderänderungen vor der Saison jetzt im Durchschnitt eine relativ junge Truppe, die von den „Experten“ eher im hinteren Drittel erwartet wurde. Nach zähem Start (u.a. 1:8-Niederlage im Tigerkäfig) mauserte man sich aber zum absoluten Spitzenteam (z.B. 3:2-Heimsieg über Sonthofen und nur knappe 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen im Heimspiel gegen den EHC Bayreuth). Am Ende der Hauptrunde stand man jedenfalls mit 45 Punkten auf Platz drei. Ähnlich wie in der Vorrunde waren die erfolgreichen Heimspiele dann auch zuletzt der Schlüssel für den Einzug in die Play-off-Runde des Teams von Trainer Feilmeier. In dem offenen und überdachten Eisoval tut sich fast dieses Jahr jeder Bayernligist schwer und dort „hängen die Trauben ziemlich hoch“. Neben dem Kanadier S.Knowles führt besonders Routinier D.Vokaty den Angriff des ECP. In den hinteren Regionen fallen Torhüter A.Banzer und die Ex-Oberligadefender J.Helmrath und P. Landstorfer (beide zuvor Regensburg) bei den Hallertauern auf.

Nicht zu sehr nach dem Gegner will sich aber Tiger-Dompteur Waßmiller und Teamchef Habnitt richten. „Wenn wir unser Spiel machen, voll konzentriert mit hohem Tempo über 60 Minuten unsere läuferischen Fähigkeiten ausspielen, sind wir nur sehr schwer zu schlagen“, demonstrieren sie verdientes Selbstvertrauen, das man sich mit glänzenden Leistungen in den letzten Wochen auch redlich erarbeitet hat. Bis auf den angeschlagenen Okonek können sie dazu vermutlich auch auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch auf die zuletzt fehlenden S.Mayer, P.Schadt und K.Altmann hofft man im Lager der Oberfranken. Ein paar trainingsfreie Tage haben die Akkus der Raubkatzen wieder aufgeladen und man geht mit vollem Elan dem Saisonhighlight entgegen. Besonders die Art und Weise, wie die Wagnerstädter in der Zwischenrunde aufgetreten sind, kann man nur loben. Volle Punktzahl, 100 Prozent Penaltykilling über 480 Spielminuten ohne Gegentor in Unterzahl und dazu in sieben von acht Partien mindestens ein eigener Powerplaytreffer sind nur einige Merkmale, die deutlich zeigen, dass die Gelb-Schwarzen rechtzeitig zum Höhepunkt der Spielzeit in Topform sind.

Drei sehr torgefährliche Formationen, die nur schwer auszurechnen sind, setzen seit Wochen jedem Gegner zu und halten dabei eine gute Balance zwischen robustem Körperspiel, wie es zum Eishockey einfach dazu gehört, und technischen, läuferischen oder spielerischen Finessen. Kurz gesagt, der EHC Bayreuth ist bereit, auch wenn jedem bewusst ist, dass alle Spiele erst absolviert werden müssen.