Tigers entreißen den Wölfen die Beute

EHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-EndspielEHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-Endspiel
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Am vergangenen Freitag schien alles seinen Weg zu gehen. Tabellenführer und Favorit Selb führte nach dem ersten Drittel durch Tore von Waßmiller und Siegeris mit 2:0 gegen den EHC Bayreuth. Der Favorit schien seine Erfolgsserie vor offiziell 4100 Zuschauern auszubauen. Doch typisch für die Bayreuther Mannschaft ist in dieser Spielzeit, dass sie sich immer wieder zurückkämpfen kann. Und so sorgte Schmidt nach Carbone-Pass im Mittelabschnitt für den Anschlusstreffer – Hoffnung keimte auf unter den knapp 1000 Schlachtenbummlern aus der Wagnerstadt. Es war also angerichtet für ein spannendes Schlussdrittel im Wölfebau. Und zu gern hätten die Selber Revanche genommen für die 3:4-Hinspielniederlage. Doch auch am Freitag hatten sie die Rechnung ohne die Tigers gemacht. Verteidiger Mayer gelang, gerade von der Strafbank kommend, der umjubelte 2:2-Ausgleich im Derby-Kracher (49.). Der EHC machte immer mehr Druck und Martindale schockte die Gastgeber vollends mit seinem Treffer zum 2:3 (56.). Als der wiedergenesene Hausauer (58.) sowie Müller per Penalty (59.) auch noch trafen war der überraschende 2:5-Auswärtssieg der Gelb-Schwarzen perfekt.

Tore: 1:0 (6.) Waßmiller (Thielsch, Schneider), 2:0 (13.) 5-4 Siegeris (Thielsch, Waßmiller), 2:1 (34.) Schmidt (Carbone), 2:2 (49.) 6-5 Mayer (Geigenmüller), 2:3 (56.) Martindale, 2:4 (58.) Hausauer (Müller, Steffens), 2:5 (59.) Müller (Penalty).

Am Sonntagabend stand das Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg auf dem Programm. Vor offiziell 625 Zuschauern gab es nach dem Kraftakt am Freitag eine 4:5 (2:1, 1:2, 1:2)-Heimniederlage. Zwar führten die Tigers mit 3:1 (23.) und 4:4 (46.), doch ausgerechnet der ehemalige Bayreuther Markus Schütz traf in vorletzter Minute zum Waldkraiburger Sieg. Bayreuth liegt nun mit 50 Zählern auf Rang sieben, ist jedoch nur einen Zähler von Platz drei entfernt. Das Tor zur Zwischenrunde steht für die Wagnerstädter jedenfalls weit offen.

Tore: 0:1 (3.) Führmann (Spindler, Laschütza), 1:1 (15.) Carbone (Schmidt), 2:1 (17.) 5-4 Zeilmann (Maier, Hausauer), 3:1 (23.) Schmidt (Carbone, Zeilmann), 3:2 (27.) Schütz (Laschütza, Dylla), 3:3 (31.) Spindler (Rohm), 4:3 (46.) 4-4 Geigenmüller (Bartosch), 4:4 (48.) Loboda (Dylla, Schütz), 4:5 (59.) Schütz 4-3 (Loboda, Führmann).