Starkes Wochenende der Wölfe

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Welch ein Wochenende für den VER Selb. Der Bayernligist setzte seine Erfolgsserie fort. Dem kampfstarken 4:1-Erfolg über den Spitzenreiter TEV Miesbach ließen die Wölfe ein hochverdientes 7:0 (3:0, 0:0, 4:0) beim EHC Waldkraiburg folgen.

Durchatmen hieß es für die rund 50 mitgereisten Selber Anhänger gleich zu Spielbeginn. Nach gerade mal zehn Sekunden wollte Waldkraiburg seinem 8:0-Auswärtserfolg beim ESC Dorfen wohl auch gegen den VER eins drauf setzen. Angreifer Schütz stürmte durch die Selber Reihen und hatte den frühen Führungstreffer auf dem Schläger, nicht aber die Rechnung mit Keeper Dirksen gemacht. Dessen fantastische Klärungsaktion rüttelte die Vorderleute wach, die, nachdem man aufgrund längerer als geplanter Anreise sich noch nicht generieren konnten, nach noch kurzen Schwierigkeiten bestens in Spiel fanden. Mit dem ersten größeren Angriff gelang prompt das 1:0 für die Hochfranken. Setzer ballerte in Richtung Löwen-Torwart Bunck, im Nachschuss versuchte es Jaworin und schließlich gelang es Fischer, der den angeschlagenen Siegeris im Sturm ersetzte, den Führungstreffer zu markieren. Das Tor gab dem Spiel um Coach Holden nicht nur die nötige Ruhe. Nach überstandener Unterzahlsituation nahm fortan der VER das Heft in die Hand. Zunehmend erarbeitete sich das Team mit klugen Kombinationen seine Möglichkeiten. Sehr zum Missfallen der Gastgeber, die sich durch Nervosität Strafen einhandelten. 5:3-Überzahl – da ließen sich die Wölfe nicht bitten: Holden, am rechten Pfosten stehend, lenkte ein Zuspiel zum 2:0 ein. Und nahezu gleiche Szene nur vier Minuten später: Holden von links zu Lamich. Schon stand es 3:0. Dies ließ Selb bis zur Pause nicht mehr anbrennen, zumal Dirksen in der 19. Minute erneut souverän klären konnte, diesmal gegen Spindler.

Konzentriert zu Werke gingen die „Wölfe“ auch im weiteren Spielverlauf. Aus einer sicheren Defensive heraus, bei der individuelle Fehler umgehend wieder ausgemerzt wurden, kam man selbst immer wieder zu guten Chancen. Torhüter Bunck war mehr als gefordert, gegen die Angriffe der Selber, bei der jede Formation sein Können unter Beweis stellte. Geschickt ließ man Waldkraiburg meist auch gar nicht mehr in die Verlegenheit kommen, vor dem Gehäuse der Porzellanstädter gefährlich aufzutauchen. Und selbst wenn, dann war spätestens bei Dirksen Endstation. Nach einem torlosen zweiten Drittel, durfte schließlich wieder im Schlussabschnitt gejubelt werden. Spindler und Sorsak versuchten, es noch einmal spannend zu machen. Doch die Wölfe zeigten Willen und großen Biss. Binnen 28 Sekunden erhöhten Sekera, der alle Zeit der Welt zum Abschluss hatte, und Thumm mit einem Gewaltschuss von der Blauen Linie auf 5:0. Das Signal für viele Fans der Löwen, den Nachhauseweg anzugehen. Die Fans des Eishockeysports kamen dagegen noch weiter voll auf ihre Kosten, vor allem wenn man das Trikot der Wölfe an hatte Starke Kombinationen durften noch bestaunt werden. Jeschke von der Blauen Linie und schließlich in Unterzahl Thielsch eiskalt nach weitem Zuspiel von Hermle schraubten das Ergebnis bis um 7:0-Endstand in die Höhe.

Tore: 0:1 (3:11) Fischer (Jaworin, Setzer), 0:2 (11:49) Holden (Sekera, Jeschke; 5-3), 0:3 (15:11) Lamich (Holden, Jeschke; 5-3), 0:4 (45:31) Sekera (Lamich, Jeschke), 0:5 (45:59) Thumm (Jaworin), 0:6 (52:18) Jeschke (Holden, Sekera; 4:4), 0:7 (54:38) Thielsch (Hermle; 4-5). Strafen: Waldkraiburg 18, Selb 14 + 10 (Hermle). Zuschauer: 412.