Starker Neuling und umgekrempeltes Ligainventar prüfen den EHCEHC Bayreuth

Starker Neuling und umgekrempeltes Ligainventar prüfen den EHCStarker Neuling und umgekrempeltes Ligainventar prüfen den EHC
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Nach Startschwierigkeiten, unter anderem bei der 0:10-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen die Tigers, hat man sich inzwischen schon bis auf Platz fünf nach vorne gespielt. Momentan sind die Dreirosenstädter sogar in besonders glänzender Verfassung. 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen und zwei Dreier gegen Miesbach am letzten Wochenende sind ein echtes Ausrufezeichen. Einige wichtige Abgänge konnten im Sommer beim EVM zum Beuspiel durch Ex-DEL-Stürmer Eric Dylla (zuletzt Pfaffenhofen) oder den früheren Bayreuther Sergej Hausauer (Höchstadt) bzw. die Abwehrspieler Philipp Weinzierl und Florian Mayer (Erding, OL) kompensiert werden. Mit dem Kanadier Rob Labute holte man sich einen weiteren soliden Stürmer dazu, um die verbliebenen LL-Top-Scorer Alexander Feistl, Tobias Gilg und Patrick Holler weiter zu entlasten. Der äußerst erfahrene Günther Oswald (lange Jahre DEL in Landshut, Krefeld, Kassel) ist inzwischen zum Abwehrchef umfunktioniert und versucht, vor dem Torhüterduo Eggerdinger-Hölzl und Manuel Neubauer (Erding, OL) für Ruhe zu Sorgen. Vor kurzem gelang es auch noch den routinierten Stürmerstar Thomas Daffner (Regensburg, OL) zur Rückkehr zu seinen Anfängen als Eishockeyspieler zu bewegen und präsentiert sich nun auch kadertechnisch als nicht zu unterschätzendes Team aus der Spitzengruppe der Liga. Speziell das aktuelle Faktum „drittbestes Auswärtsteam der Liga“ (zwölf Zähler auf fremden Terrain) überrascht neben der mit 73 Treffern ebenfalls drittbesten Torausbeute. In der Abwehr ist man mit schon 64 Gegentreffern allerdings auch häufig ziemlich anfällig.

Am Sonntag führt der Spielplan die Gelb-Schwarzen dann an die Ilm zum EC Pfaffenhofen. Um 18 Uhr wartet dort einer der „Ur-Bayernligisten“, der nach zahlreichen Änderungen im Mannschaftsgefüge über den Sommer zuletzt wieder besser in Schwung gekommen ist. Nach dem erst relativ spät gesicherten Klassenerhalt entschloss man sich bei den Hallertauern zu einigen radikalen Spielerwechseln. Von den Leistungsträgern der letzten Jahre ist eigentlich nur noch Stürmer David Vokaty im Team von Trainer Feilmeier übrig geblieben, der seine „normalen“ Bilanzen bisher aber auch noch nicht wiederholen konnte. Der kanadische Uni-Stürmer Scott Knowles ersetzt den Ex-Bayreuther Martindale und wird vom verbliebenen Marco Löwenberger im Angriff noch am besten unterstützt. Die Abwehr – das letztjährige Sorgenkind – wurde durch Patrick Landstorfer (Regensburg, OL) und Mathias Schuster (Schongau, BayL) verstärkt, die vor Torhüter Andreas Banzer aufräumen und auch nach vorne gefährlich werden sollen. Nach größeren Startschwierigkeiten, unter anderem beim 1:8 im Tigerkäfig, ist man jetzt zumindest schon auf Platz 10 mit 23 Punkten, 15 davon holte man im heimischen Eisoval.

Bei den Oberfranken wird sich an der engen Personalsituation vermutlich noch nicht viel ändern. Erst zum nächsten Wochenende hat man wieder mehr Hoffnung auf Rückkehr bisher verletzter Akteure. Bis dahin bleibt Trainer Waßmiller wahrscheinlich nur die Möglichkeit mit dem gleichen Kader wie in der Vorwoche zu arbeiten. Mehr als kleinere Umstellungen werden da kaum möglich sein, was aber an der Zielsetzung, in jedem Spiel zu punkten, nichts ändern wird. Da jetzt die Transferliste wieder offen ist, beobachtet man auch am Roten Main den Markt aufmerksam. Ob sich daraus dann auch Veränderungen realisieren lassen, bleibt aber natürlich erst einmal abzuwarten.