Starker Auftritt der Islanders in Bad Aibling

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Einen in dieser Höhe nicht für möglich gehaltenen Sieg landete der EV Lindau beim EHC Bad Aibling. Mit 13:4 (5:2, 5:0, 3:2) gewannen die Islanders beim einzigen Landesliga-Team, das bisher alle Heimspiele gewonnen hat und verkürzten den Abstand auf die Spitze um einen Punkt, da sich Weiden und Regensburg im Schlagerspiel der Aufstiegsrunde zur Bayernliga mit 4:4 trennten.

„Das war ein beeindruckender Auftritt unserer Mannschaft“, sagte der 1. Vorsitzende des EVL, Marc Hindelang. „Alle haben eine Top-Leistung geboten und eine nahezu unglaubliche Effektivität gezeigt.“ Den Islanders kam auch entgegen, dass im gegnerischen Lager mehr über das Sonntagsspiel gegen Regensburg gesprochen wurde, als über das Spiel gegen den EVL. Jedenfalls waren die Lindauer von Anfang an bereiter. Schon den ersten Wechsel beendeten die Gäste, die ohne Tobias Zappe (Grippe) antreten mussten mit dem Führungstor. Timo Krohnfoth wurde nach 50 Sekunden von Sascha Paul frei gespielt, trickste Aiblings Keeper Till aus und erzielte das 0:1. Die Aibdogs antworteten mit wütenden Angriffen, hatten erste Chancen, wurden aber erneut kalt erwischt. Eine tolle Kombination über Jiri Kunce und David Volek schloss erneut Timo Krohnfoth in der dritten Minute zum 0:2 ab. Die Lindauer bekamen gegen den sehr offensiv agierenden Gegner weiterhin gute Möglichkeiten. In der 10. Minute konnte der schnelle Dominic Mahren von Ex-Nationalspieler Heini Schiffl nur mit einem Foul gestoppt werden. Jiri Kunce vollendete das fällige Powerplay mit dem allerdings haltbaren dritten Lindauer Treffer. Kritisch wurde es für die Islanders nur einmal, als sie nach einer Viertelstunde zum ersten Mal in Unterzahl spielten. Mahren hatte zwar gleich zweimal Breakchancen zum 0:4, scheiterte aber und im Gegenzug waren die Islanders zu offen. Christoph Spicker startete durch und verkürzte auf 1:3. Die Lindauer hatten sich noch nicht sortiert, als Andreas Schneider nur 16 Sekunden später zum Anschluss traf. Die 200 Zuschauer glaubten wie der EHC jetzt an eine Wende, der EVL antwortete aber eiskalt. Keine Minute nach dem 2:3 lief die Scheibe wieder über Paul und Volek zu Krohnfoth, der entschlossen im Nachsetzen das 2:4 besorgte (17.). 16 Sekunden vor der Drittelpause startete David Volek ein Solo und setzte den Puck unhaltbar zum 2:5 neben den Pfosten. „Auch wenn wir für meinen Geschmack ein paar Konter zuviel zugelassen haben, haben mir Konzentration und Disziplin sehr gut gefallen“, lobte EVL-Trainer Willy Bauer.

Im zweiten Durchgang knüpfte seine Mannschaft an diese Leistung an. Patrick Prell hatte in der 26. Minute freistehend eine gute Möglichkeit zum 2:6, ihm blieb allerdings sein Schusspech treu. Eine Minute später standen dann in Überzahl wieder Volek, Paul und Krohnfoth auf dem Eis. Allerdings nur neun Sekunden. Dann vollendete Krohnfoth eine Kombination des Trios im Nachschuss. Danach nahm die Dominanz der Gäste weiter zu, die ihre Chancen eiskalt verwerteten. In der 28. Minute startete Mahren über links durch und verwandelte zum 2:7 ins lange Eck, drei Minuten darauf nutzte Kristoffer Bäckström einen drei gegen eins- Konter zum achten Lindauer Tor, ehe wieder Zeit für die „Timo-Krohnfoth-Show“ war. Nach einem Volek-Pass trat er so druckvoll an, dass die Gegenspieler zu stehen schienen und erzielte das 2:9. „Es ist faszinierend, mit welcher Coolness er die Dinger reinmacht“, lobte Hindelang. „In der Form ist er kaum zu stoppen.“ Die Art und Weise, wie Bad Aibling dies anschließend versuchte, war dann allerdings mehr als fragwürdig. Unfaire Aktionen und Provokationen gegen die Islanders nahmen zu, die allerdings kühlen Kopf bewahrten und durch Peter Kraus das Ergebnis in zweistellige Höhen schraubten (34.). Einen Verlust mussten die Gäste dennoch hinnehmen. Nach einer rüden Aiblinger Attacke verlor Kristoffer Bäckström einen Zahn. Für ihn war das Spiel zu Ende. Zusätzlich brachte Willy Bauer im Schlussdrittel Patrick Matzenmüller für Waldemar Quapp und zudem Andi Hops, Michael Hotz und Raphael Eckert. „Ich versuche immer alle Spieler einzusetzen, denn sie ziehen im Training voll mit, sind auswärts auch immer dabei. Das zeigt, welch tollen Teamgeist wir haben und soll belohnt werden,“ sagt Bauer. Die Umstellungen änderten wenig am Spiel. Vor allem Timo Krohnfoth ging mit den Aibdogs weiter Gassi und beantwortete das 3:10 mit EVL-Tor Nummer elf (46.) Matthias Köhler erhöhte mit einem unhaltbaren Schlagschuss auf 3:12, ehe die Gastgeber noch einmal Ergebniskosmetik betrieben und Raphael Eckert wieder einmal sein Tor machte. Das 4:13 in der 57. Minute war der Schlusspunkt.


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