Starke Icehogs behalten die OberhandESV Buchloe

Starke Icehogs behalten die OberhandStarke Icehogs behalten die Oberhand
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Dabei liefen – wie schon am Freitag gegen Peißenberg – einige ESV-Akteure angeschlagen auf und auch auf die Verteidiger Ramon Waldmann und Tobias Vorderbrüggen musste ESV-Coach Bohdan Kozacka wieder verzichten. Durch diese Niederlage stehen die Piraten schon nach dem Startwochenende gehörig unter Druck, wenn man im Kampf um die ersten beiden Plätze der Gruppe noch einmal ein Wörtchen mitreden möchte.

Genauso eiskalt wie die Temperaturen im Stadion wurden die Buchloer im ersten Drittel erwischt. Bereits nach drei Minuten durfte ECP-Stürmer Marco Babic, begünstigt durch einem Fehler im Buchloer Spielaufbau, vors Tor von Stefan Horneber ziehen und die Scheibe dort zur frühen Führung für die Gastgeber versenken. Pfaffenhofen startete hellwach und sehr aggressiv in die Partie und setzte die Piraten mit permanentem Vorchecking immer wieder gehörig unter Druck. Die Freibeuter waren zunächst immer einen Schritt zu langsam und auch körperlich nicht hundertprozentig auf dem Eis. Zu allem Überfluss gelang den Rot-Weißen auch offensiv nicht all zu viel, sodass die 1:0-Pausenführung für die Icehogs absolut verdient war.

Das zweite Drittel begannen die Gennachstädter dann engagierter, aber ein Tor wollte vorerst nicht fallen. Patrick Weigant schoss in Überzahl genau auf den sicheren ECP-Goalie Andreas Banzer (23.) und auch vier Minuten später fand Weigant in Banzer seinen Meister. Besser machten es dann wieder die Hausherren: David Vokaty brachte die Scheibe vors Buchloer Tor, von wo aus Luis Seibert Stefan Horneber kein Chance ließ und auf 2:0 stellte (28.). Kurz darauf  mussten die Piraten mit einem Mann weniger auf dem Eis agieren, nachdem Sven Curmann auf die Strafbank geschickt wurde. Dies hinderte Patrick Weigant aber nicht daran, in Unterzahl den Anschlusstreffer zu erzielen. Von Peter Westerkamp wunderbar mit einem Querpass in Szene gesetzt, drückte der Toptorjäger die Scheibe über die Linie (30.). Doch praktisch mit dem nächsten Angriff  stellten die Icehogs - immer noch in Überzahl – ganze 19 Sekunden später den alten Abstand in Person von Kontingentspieler Scott Knowles wieder her. Pfaffenhofen spielte weiterhin sehr kompakt und hatte in der 32. Spielminute die große Chance auf 4:1 weg zu ziehen. David Vokaty vergab aber einen Alleingang am glänzend reagierenden Horneber und auch den Nachschuss brachten die Icehogs nicht im Kasten unter. Da der Schiedsrichter aber ein Foul eines Buchloer Verteidigers gesehen hatte, bekamen die Oberbayern einen Penalty zugesprochen. Aber auch diesen parierte der starke Buchloer Tormann gegen Vokaty, sodass es vorerst beim 3:1 blieb. Kurz vor der Drittelpause hatten die Piraten die riesengroße Gelegenheit wieder auf ein Tor heran zu kommen, aber Peter Westerkamp vergab ganz alleine einen Konter gegen Banzer (39.). Und auch einen Schuss von Patrick Weigant konnte der ECP-Torhüter abwehren (40.), sodass mit einem 2-Tore-Rückstand für die Piraten zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Auch im Schlussdrittel taten sich die Buchloer sichtbar schwer im Spiel nach vorne, wodurch klare Torchancen Mangelware blieben. Im Gegenteil: Nach 44 Minuten musste Stefan Horneber – der beste Buchloer an diesem Abend - mit einem sensationellen Save gegen Scott Knowles für seine Farben retten. Dem ESV fehlte an diesem Abend aber auch das nötige Scheibenglück, denn in der 50. Minute rettete das Torgestänge für die Hausherren. Und keine 120 Sekunden später sorgte Marco Babic mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung. Vorausgegangen war allerdings wieder ein katastrophaler Abwehrschnitzer in der Buchloer Hintermannschaft. Den Schlusspunkt setzte dann Marco Löwenberger, der zum 5:1 Endstand in Überzahl einnetzte (60.).

ESV-Trainer Kozacka gratulierte im Anschluss den Icehogs zum verdienten Sieg und machte vor allem die individuellen Fehler für die Niederlage verantwortlich. Dennoch zeigte sich Kozacka zumindest  mit der gezeigten Moral seiner Mannen einverstanden. Sein Gegenüber Heinz Feilmeier lobte die „Bomben-Mannschaftsleistung“ seiner Schützlinge und hob dabei besonders seine dritte Reihe sowie den starken Schlussmann Banzer hervor.

Damit sind die Buchloer Piraten an diesem Wochenende denkbar schlecht in die Zwischenrunde der Eishockey Bayernliga gestartet und nehmen vorerst Rang 4 in der Gruppe ein. Nächste Woche wird es aber keinesfalls leichter, denn am Freitag müssen die Freibeuter zum Allgäu-Derby beim bisher noch ungeschlagenen Topfavoriten in Sonthofen antreten, ehe am Sonntag dann der TEV Miesbach in Buchloe gastiert.


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