Standortbestimmung im Icedome

Standortbestimmung im IcedomeStandortbestimmung im Icedome
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2:17 Tore in zwei deftigen Niederlagen – in Peißenberg betreibt man derzeit Ursachenforschung für das katastrophale Wochenende; die Verantwortlichen entschuldigten sich sogar bei Fans und Sponsoren. Das TSV-Urgestein Hans Pfleger hatte die Mannschaft im Sommer von Rudi Sternkopf übernommen und nicht sehr viel daran geändert. Topstürmer Marek Pospisils Kontingentstelle wurde erst mit einem  Slowaken, dann mit dem Kanadier Darren McKague besetzt. Ansonsten hat man sich im Sturm mit Christian Mayr und Sebastian Buchwieser eher verstärkt. Nach den letzten beiden Partien ist allerdings nun Feuer unterm Dach. „Solche Spiele sind immer sehr gefährlich“, meint Schweinfurts sportlicher Leiter Steffen Reiser: „Peißenberg ist sicherlich angeschlagen, aber auch immer für eine Trotzreaktion gut. Gerade zu Hause.“

Beim derzeitigen Stand der Dinge können die Mighty Dogs mit soweit vollständigem Kader in den Pfaffenwinkel fahren. Der langzeitverletzte Pascal Schäfer steigt an dieser Woche verstärkt ins Training ein und erhofft sich erste Einsätze Anfang November. Dass die Mannschaft nach der bisherigen Siegesserie nicht Fünfe grade sein lässt, davon ist Reiser überzeugt: „Die Mannschaft ist hungriger, zudem sind wir seit letzter Saison auf einem guten Weg, was die Mischung aus Spaß und harter Arbeit angeht. Die Jahre davor sind wir nach kurzen Erfolgsphasen ganz schnell in eine ungesunde Art von Spaß abgerutscht. Das ist in der Regel eine Frage der Führungsspieler und des Trainers. Inzwischen hat fast jeder begriffen, dass die Zeit der Geschenke in der Bayernliga vorbei ist. Es gilt, jeden Punkt hart zu erarbeiten. Sehr wichtig wird das erste Drittel werden. Gelingt es uns, gut in das Spiel zu starten und den Funken an Siegeswillen von Peißenberg zu brechen, stehen die Chancen gut, Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Umso mehr gilt das aller Voraussicht nach für das Sonntagsspiel. Miesbach wurde und wird als einer der großen Mitfavoriten angesehen. Mit dem Aus in der Zwischenrunde der Vorsaison war man nicht zufrieden und will heuer wieder höher hinaus. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Der TEV besitzt einen unglaublich breiten Kader, aus dem einige Spieler herausstechen. So verspricht Neuzugang Alan Reader – wie Florian Zeller von den Starbulls Rosenheim – jetzt schon, den in Eishockey-Pension gegangenen Rainer Suchan voll zu ersetzen. Trainer Rudi Sternkopf brachte aus Peißenberg zudem noch Verteidiger Andreas Dornbach mit, Marinus Kritzenberger kam aus Weiden, Goalie Florian Lachauer von den Ice Hogs. Der Versuch, mit Brent Griffin wieder mal einen Kontingentspieler einzubauen, scheiterte; diese Option steht den Oberbayern für die nächste Wechselfrist also noch offen. Bis auf die Niederlage bei den Blue Devils haben die Miesbacher bisher ihre Aufgaben gelöst, gegen Königsbrunn und Buchloe sowie in Germering gewonnen. Für sie gilt im Icedome dasselbe wie laut Reiser für die Mighty Dogs: „Das Spiel verspricht eine erste echte Standortbestimmung zu werden.“