Spielfreudige Black Hawks lassen Gebensbach keine ChanceBlack Hawks Passau

Spielfreudige Black Hawks lassen Gebensbach keine ChanceSpielfreudige Black Hawks lassen Gebensbach keine Chance
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Am Sonntagabend stand das letzte Spiel der Passau Black Hawks im Kalenderjahr 2012 auf dem Programm – zum dritten Heimspiel in Folge empfing man den ESV Gebensbach. Gegen die Oberbayern war es die erste Begegnung in dieser Spielzeit, und überhaupt waren die Gäste von Trainer Sergej Demcenko ein schwer einzuschätzender Gegner. Keine Zeit also, um Überheblichkeit aufkommen zu lassen – und so gingen es die Hausherren auch an.

Von der ersten Minute an spielte man den ESV förmlich an die Wand, fast folgerichtig dauerte es gerade einmal 78 Sekunden, ehe Andreas Toth den schnellen Passauer Führungstreffer erzielte. In der sechsten Spielminute wanderte der Gebensbacher Tobias Voglhuber wegen Unkorrekten Körperangriffs auf die Strafbank, und auch im folgenden Passauer Überzahlspiel schlugen die Black Hawks erbarmungslos zu: Erich Fries war es, der in der siebten Spielminute den Puck zur 2:0-Führung versenkte. Schon zu diesem Zeitpunkt herrschte unter den über 800 Zuschauern in der Passauer Eis-Arena eine ausgelassene Stimmung – eine Stimmung, die auch auf die Akteure auf dem Eis abfärbte. Nur gut eine Minute nach dem Treffer von Fries ließ Martin Lamich Gästegoalie Manuel Hammerlindl beim dritten Passauer Treffer keine Chance. War das schon die Vorentscheidung? Kurzum: Ja. Von diesem Moment an legten die Hausherren eine Spielfreude an den Tag, dass es für alle Zuschauer ein Genuss war, dieser Partie zum Jahresabschluss beizuwohnen. In der Folge wurden einige Gelegenheiten ausgelassen, in der 17. Spielminute jedoch hieß es erneut: Tor für die Passau Black Hawks – dieses Mal erzielt vom Spieler mit der Nummer 96: Moritz Riebel. Nach diesem Gegentreffer nahmen die Gäste eine Auszeit, an Schwung verloren die Black Hawks aber keineswegs: Keine zwei Minuten später stand es 5:0 – Torschütze war Vladimir Gomov. Etwas überraschend und mehr oder weniger aus dem Nichts kamen die Gäste 12 Sekunden später zu ihrem ersten – und einzigen – Torerfolg des Abends: Matthias Selmair schoss den Puck mit etwas Glück per Billard-Tor zum 1:5 ein, Christoph Zawatsky im Passauer Gehäuse war bei diesem Gegentreffer, der gleichzeitig den Stand nach dem ersten Drittel bedeutete, schuld- und chancenlos.

Auch im zweiten Spielabschnitt lief die Partie weiter wie im Anfangsdrittel. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da traf Martin Lamich zum Passauer 6:1. Gut zwei Minuten später netzte Vladimir Gomov zum siebten Treffer der Hausherren ein, und nach einer Strafe gegen Gästespieler Fabian Zückert wegen Hohen Stocks war es Florian Horvath, der den Spielstand in der 29. Spielminute in Überzahl auf 8:1 in die Höhe schraubte – zu viel für Gästekeeper Hammerlindl: Der Gebensbacher Schlussmann fuhr vom Eis und machte Platz für seinen Kollegen Martin Lainer. Bis zum Ende des Mitteldrittels gab es keine nennenswerten Szenen mehr zu bestaunen, wenngleich die Black Hawks nach wie vor klar das bessere Team waren.

Im Schlussdrittel passierte zunächst ebenfalls nicht viel, bis in der 49. Spielminute Thomas Kremhelmer auf die Strafbank wanderte. Eigentlich die Chance für die Gäste zur Ergebniskorrektur, doch nicht mit den Black Hawks, nicht an diesem Abend. Unterzahl hin oder her, Sebastian Hesslinger kam an den Puck und erzielte per Shorthander mit einem sehenswerten Treffer das 9:1. Eigentlich hätten es die Hausherren nun langsam angehen können, doch einmal in solcher Spielfreude überrollte man die hoffnungslos überforderten Gäste nahezu. So war es keine Überraschung, dass es wieder nur Minuten dauerte – dieses Mal waren es drei – ehe der nächste Passauer Treffer fiel: In der 53. Spielminute machte Mathias Pilz die „Zehn“ voll. In der 55. Spielminute kassierten die Gäste eine weitere Strafe: Erneut Fabian Zückert wanderte wegen Hakens hinter das Plexiglas. Da an diesem Abend alles gelang, gab es noch ein Debüt zu feiern, nachdem Jakob Sattler im Powerplay eine gute Minute benötigte, um mit seinem ersten Treffer für die Black Hawks in dieser Saison das 11:1 zu markieren. Als die gesamte Eis-Arena schon lange einem einzigen feierwütigen Tollhaus glich, schaffte es Thomas Kremhelmer eine Sekunde vor der Schlusssirene per Hammer von der Blauen Linie tatsächlich noch, den Endstand zum 12:1-Heimsieg über Gebensbach zu besorgen.