Spannung bis zum Schluss

Spannung bis zum SchlussSpannung bis zum Schluss
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Es begann stimmungsvoll mit der Verabschiedung von Mark Dunlop, der Begrüßung einiger Ehrengäste und dem Abspielen der Bayernhymne. Die Dogs hatten ihr Einlaufen durch einen speziell vorher montierten Tunnel richtig zelebriert und ergriffen auf dem Eis trotz dezimierter Mannschaft gleich die Initiative. Hier hätte man bereits in Führung gehen können: Ein Amrhein-Schuss brachte aber nur den Außenpfosten zum Klingen, und aus mehreren recht seltsamen Aktionen der Weidener Abwehr schlugen die dadurch selbst überraschten Hausherren kein Kapital. Ein schnelles Drittel ohne größere Unterbrechungen zeigte ein spielerisches Übergewicht der Dogs, bei denen es allerdings auch viele Missverständnisse gab - da merkte man das Fehlen der gesperrten Alex Funk und Jens Feuerfeil (für die Martin Dürr und Beppi Eckmair in die 1. bzw. 2. Reihe gerückt waren); mit den zwangsläufig geänderten Formationen lief es längst nicht so reibungslos wie zuletzt oft gesehen.

Nach der ersten Pause forcierten die Gäste, unterstützt durch etliche Powerplays, ihre Offensive, trafen aber auf eine gut positionierte Verteidigung und einen gewohnt sicheren Benjamin Dirksen im Tor. Das 1:0 durch Eckmair, der frisch von der Strafbank gekommen war, gab dem Sturm der Dogs neuen Schwung. Jetzt setzten sie sich phasenweise in der Weidener Zone fest und spielten sich viele Chancen heraus - leider nicht so viele und eindeutige, wie möglich gewesen wären, denn oft genug kam gerade der letzte Pass nicht an. Der Ausgleich fiel den Devils dann mehr oder weniger in den Schoss. Der in dieser Situation etwas allein gelassene Markus Koch hatte es mit zwei Weidenern zu tun und wehrte die Scheibe unglücklich in die Mitte ab, wo sie dem sofort reagierenden Hampl praktisch direkt auf den Schläger fiel.

Spannend blieb es, auch nachdem Igor Filobok die Führung früh im letzten Durchgang wieder hergestellt hatte. Das verwalteten die Dogs nun aber ganz clever, suchten von hinten heraus ab und zu ihre Chancen, ohne zu sehr aufzumachen. Die Devils erschöpften sich in vielen Zweikämpfen, trieben sich aber, je mehr die Zeit verstrich, gegen Ende noch mal nach vorne und schufen einige haarige Situationen vor Dirksens Kasten. Als Mikhail Nemirovsky 5 Minuten vor Schluss 2 + 10 kassierte, schien es eng zu werden, aber die Mighty Dogs lieferten mitn letztem Einsatz ein klasse Unterzahlspiel ab. In den fast schon letzten Sekunden des Matchs verließ Weidens Keeper Engmann sein Tor für einen weiteren Feldspieler, hatte aber die Bande noch gar nicht erreicht, als Marcel Juhasz den abgefangenen Puck zur endgültigen Entscheidung in die Maschen drosch.

Tore: 1:0 (29.) Eckmair (Dürr), 1:1 (39.) Hampl (Waldowsky), 2:1 (43.) Filobok (Nemirovsky, Amrhein/5-4), 3:1 (60.) Juhasz (Dürr/ENG). Strafen: Schweinfurt 10 + 10 (Eckmair) + 10 (Nemirovsky), Weiden 6. Zuschauer: 2015.