Sommertraining beginnt – Jann und Schlosser kommen

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Für den Coach stehen dabei nicht nur die konditionellen Grundlagen im Fokus. „Es geht auch darum, dass die Mannschaft zusammenwächst.“ Der TEV baut heuer auf einen kleineren Kader – gezwungenermaßen, weil er sparen muss. „Ich arbeite gerne mit einem überschaubaren Kader“, betont Wieland. „Aber deshalb müssen wir umso mehr ein Team sein.“

Dass das Budget für die Erste Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison reduziert wurde, hat einen einfachen Grund: damit es überhaupt Eishockey gibt in Miesbach. Der Verein – und die Stadt – müssen sofort rund 110 000 Euro in das in die Jahre gekommene Stadion stecken (wir berichteten), um die Brandschutzauflagen zu erfüllen. Ansonsten würde es einfach geschlossen, und das will keiner. Also wird gespart, wo es geht. Obendrein hat der TEV weitere notwendige Ausgaben zu stemmen: Die Ammoniakpumpe der Kühlanlage muss ausgewechselt werden, an der Eismaschine stehen Reparaturen an, und auch in die Lautsprecheranlage muss investiert werden. „Die Belastungen haben wir einfach“, betont der Sportliche Leiter Stefan Moser. „Uns bleibt nichts anderes übrig.“

Also hat er zusammen mit Wieland versucht, aus dem dem finanziell Machbaren das Optimum herauszuholen. Keine einfache Aufgabe sei das gewesen, betont der Coach, „die richtigen Charaktere zu finden. Aber ich denke, dass wir die richtige Mischung haben.“

Das Gerüst der neuen Mannschaft besteht aus bekannten Spielern. Das Gros der Vorsaison bleibt in Miesbach. „Wir haben ja eine gute Substanz gehabt“, sagt Wieland. Es geht ihm um punktuelle Verstärkungen, wie zum Beispiel mit Peter Stangl. Der 25-jährige Verteidiger aus Miesbach, Mitglied der Meistermannschaft 2010, will nach auskuriertem Kreuzbandriss wieder angreifen. Dazu kommt Max Schlosser, zuletzt beim Ligarivalen in Pfaffenhofen und beim EHC Klostersee aktiv. Der bald 22-Jährige Rosenheimer trug schon im letzten Oberligajahr das rot-weiße Trikot. Eine weitere hochkarätige Verpflichtung ist mit Mario Jann gelungen. Der 32-jährige Stürmer aus Rosenheim stand vergangene Saison beim DEL-Verein EHC München unter Vertrag, war allerdings zum Oberligisten Klostersee ausgeliehen. „Wir standen schon seit drei Jahren immer wieder in Kontakt“, sagt Sportchef Moser. „Schön, dass es heuer geklappt hat.“ Das freut auch Wieland: „Es ist genau so ein Typ, wie er uns gefehlt hat. Ein Leader, der über den Kampf kommt.“

Mit dem einen oder anderen Kandidaten führen die TEV-Verantwortlichen derzeit noch Gespräche. Neben den erfahrenen Leuten ist für Wieland aber die eigene Junioren-Mannschaft ein wichtiger Baustein. Deren Kader ist mit rund 25 Spielern zwar groß – die Miesbacher profitieren davon, dass die Vereine in der Umgebung ihre Teams aufgelöst haben –, hat sportlich aber noch Potenzial nach oben. Nach dem Aufstieg der Schüler in die Bundesliga sollte auch für die älteste Nachwuchs-Mannschaft der Aufstieg das Ziel sein, betont der Chefcoach. „Je höher dort das Niveau ist, umso besser sind die Chancen, es in die Erste Mannschaft zu schaffen“ – und diese nicht nur nominell zu verstärken.

Wieland will aktiv den Übergang von den Junioren ins Bayernliga unterstützen. Im Zwei-Wochen-Rhythmus bekommen deshalb immer sieben, acht Nachwuchsspieler die Chance, sich im Training zu empfehlen. „Ich biete ihnen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln“, sagt er, stellt gleichzeitig aber klar: „Geschenkt wird niemandem etwas. Jeder muss es sich durch Leistung und Einsatz verdienen.“ Ab sofort können sich alle beweisen.