Siegesserie gerissen

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
Lesedauer: ca. 1 Minute

Irgendwann musste es passieren. Die Passau Black Hawks haben in der Bayernliga ihre erste Niederlage quittieren müssen. Allerdings haderte der entthronte Spitzenreiter nach der 3:4 (1:2, 2:1, 0:1)-Auswärtsniederlage gegen den ESV Königsbrunn mit den Schiedsrichtern. „Das war 40 Minuten eine Katastrophe“, sagte Vorsitzender Christian Eder verärgert auf der Heimfahrt. Dennoch hält sich die Enttäuschung in Grenzen, denn beide Teams zeigten Spitzenleistungen.

Den besseren Start auf dem Königsbrunner Eis erwischten die Hawks. Bereist nach drei Minuten brachte Andi Popp die Hawks in Führung. Doch dann passierte Daniel Huber im Kasten sein in dieser Saison bisher einziger Lapsus. Er ließ einen Schuss von der blauen Linie durch rutschen, der Ausgleich für die Gastgeber. Danach begann die Strafzeitenflut, beinahe jede Berührung eines Gegenspielers endete für die Passauer in Kühlbox. Dies nutzen die starken Königsbrunner zur 2:1-Führung vor dem ersten Wechsel.

Gleich nach der ersten Drittelpause erneut ein Nackenschlag für die Passauer, das 3:1 für Königsbrunn. Wer jetzt glaubte, die Hawks würden sich und das Spiel aufgeben, sah sich getäuscht. Helmut Kößl nagelte einen Schlagschuss von der blauen Linie ins Tordreieck. Nun durften die Fans auf beiden Seiten ein Spitzenspiel beobachten. Und den Ausgleichstreffer durch Sergej Piskunov. Nach dem 3:3 glaubten viele, das Spiel könnte kippen, doch immer wieder bremsten Strafzeiten den Passauer Offensivgeist.

Gleiches Spiel nach der zweiten Drittelpause. Die Hawks kamen „verspätet“ aus der Kabine, die Pinguine trafen zum 4:3. Die erneuten Versuche der Hawks, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Die Stürmer ließen mehrere Chancen ungenutzt. Auch als in der Schlussphase Daniel Huber seinen Kasten verließ und einem zusätzlichen Stürmer Platz machte, wollte kein weiteres Tor mehr fallen. Allerdings hatten die Passauer mehrmals auf der anderen Seite Glück, denn auch die Pinguine gingen mit ihren Kontermöglichkeiten fahrlässig um. „Ich denke ein Unentschieden wäre für dieses tolle Spiel ein gerechtes Ergebnis gewesen. Aber Königsbrunn ist eine Top-Mannschaft in der Bayernliga, dort darf man verlieren“, wollte Christian Eder den Kopf nicht hängen lassen. Dazu haben die Black Hawks auch keinen Grund. Denn Passau bleibt Tabellenzweiter, punktgleich mit Königsbrunn und Deggendorf Fire. Dort findet am Freitag das Schlagerspiel statt, auf das sich die niederbayerischen Eishockeyfans schon lange freuen. Neuer Tabellenführer ist der EC Pfaffenhofen.