Sieg mit SuperlativenESV Buchloe

Sieg mit SuperlativenSieg mit Superlativen
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Sowohl auf der Pressekonferenz als auch im Bayernhockey-Forum im Internet überschlugen sich nach dem Spiel Superlativen wie „Fantastischer Sieg in einem Super-Derby“ oder „tolle Stimmung“. 855 Zuschauer hatten nicht nur für einen Saisonrekord gesorgt, sondern auch die Buchloer Eishalle in ein Tollhaus verwandelt. Großen Anteil daran hatten die zahlreichen, lautstarken Memminger Fans, die vor der Partie eine Choreografie aufführten.

Auf dem Eis hatten zwei Männer, die sonst weniger im Rampenlicht stehen, ihren großen Auftritt: Michael Strobel (51. Spielminute) und Tobias Streit (54.) versetzten mit ihren Kreuzeck-Treffern zum 3:1 und 4:1 den gleichwertigen Memmingern den K.o.-Schlag. Beide Male hatte Christian Wittmann die Vorarbeit geleistet. Für Streit war es sogar das erste Pflichtspieltor für die Piraten. Strobel und Streit mussten zuletzt oftmals die Ersatzbank drücken. Als jetzt mit Tobias Riefler ein weiterer Stürmer ins Team kam, ließ Trainer Bohdan Kozacka vier Sturmreihen auflaufen. „Heute haben unsere jungen Spieler bewiesen, dass sie in der Lage sind, so ein Spiel zu entscheiden“, freute sich der Bandenchef.

In der Schlussphase bewies Verteidiger Marc Streicher noch einmal Übersicht und bediente Marc Weigant mit einem mustergültigen Pass, den dieser zum 5:1 verwertete (59.). Streicher war es auch, der die Freibeuter in der 10. Minute in Führung gebracht hatte. Schon seit seinem ersten Spiel im Piratentrikot begeistert der junge, aus Königsbrunn geholte Verteidiger das Buchloer Publikum mit Laufstärke und Einsatzfreude. Beim 1:0 spielten die ESVler in Überzahl, nachdem David Strodel einen bösen Kniecheck einstecken musste. Nach Abpfiff des ersten Spieldrittels leistete sich Oliver Braun noch einen unnötigen Stockschlag. Ansonsten verlief das hart umkämpfte Derby sehr fair. Der umsichtig leitende Schiedsrichter musste nur acht Strafminuten gegen Buchloe und sechs gegen Memmingen aussprechen.

Die Indians bissen sich immer wieder am hervorragend haltenden Stefan Horneber die Zähne aus. Nachdem ihr Kanadier Brit Ouellette erst noch gescheitert war, erzielte dann aber Patrick Zimmermann aus dem Gewühl vor dem Tor heraus den Ausgleich (32.). Zwei Minuten später hätte das Spiel kippen können, denn der Puck zappelte wieder im Buchloer Tornetz. Die Unparteiischen erkannten aber richtig auf Torraumabseits. In der 36. Minute verpasste Daniel Huhn bei einer Zwei-gegen-Null-Situation mit Marc Weigant das 2:1.

Auf der Gegenseite brachte Michael Polaczek zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels den Puck nach einem Bandenabpraller nicht im offen stehenden Buchloer Gehäuse unter. „Teufelsbraten“ Horneber rettete auch noch bei Polaczeks Nachschussversuch. Im Schlussabschnitt bogen die Buchloer dann mit etwas Glück auf die Siegerstraße ein: Peter Westerkamp umkurvte das Tor und seine Hereingabe landete abgefälscht im Memminger Kasten (46.).

So geht’s weiter

Vor den letzten zwei Vorrunden-Spielen in Nürnberg am Sonntag, 20. Januar, und gegen Höchstadt am 25. Januar ist der ESV Buchloe in der Bayernliga-Tabelle Fünfter. Je nach Ausgang dieser Begegnungen sind noch Platzierungen zwischen Rang drei und zehn möglich.

Am 1. Februar starten die Piraten dann in die Aufstiegsrunde, die offiziell „Zwischenrunde zur Bayerischen Meisterschaft“ heißt. Gespielt wird in zwei Gruppen mit Hin- und Rückspiel, wobei in Gruppe A die Plätze eins, drei, fünf, acht und zehn aufeinander treffen. In Gruppe B spielen die auf Rang zwei, vier, sechs, sieben und neun platzierten Mannschaften. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe bestreiten dann ab 10. März die Halbfinals um Meisterschaft und Aufstieg.

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