Setz besiegt Pfaffenhofen beinahe im Alleingang

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nun haben die Black Hawks Passau wieder direkte Tuchfühlung zur Bayernliga-Tabellenspitze aufgenommen. Nach dem 5:2 (0:0, 2:1, 3:1)-Auswärtssieg gegen die Pfaffenhofen Icehogs ist der Vorsprung der Oberbayern auf einen Zähler geschrumpft. Mann des Tages in Pfaffenhofen war Christian Setz, dem vier Treffer gelangen. Den fünften Treffer der Hawks erzielte Kapitän Helmut Kößl. Nach dem Spiel tat sich Karl-Heinz Duschl, der sportliche Leiter, schwer, Worte zu finden, nur soviel: „Es war einfach der pure Wahnsinn.“

Trainer Otto Keresztes hatte vor der Partie die Marschroute ausgegeben: Konsequente Defensive, die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen lassen und vor allem den beiden brandgefährlichen Stürmern Vokaty und Mucha keinen Raum lassen. Ein Konzept, das im ersten Abschnitt aufgegangen ist. „Das Spiel war ausgeglichen, 11:11 Schüsse, da kann man nicht sagen, eine Mannschaft sei überlegen gewesen“, meinte Duschl.

Die kalte Dusche kam für die Hawks zu Beginn des zweiten Drittels. Gräber brachte die Icehogs in Führung, bangen bei den mitgereisten Hawks-Fans (23.). Doch die Passauer hatten die passende Antwort parat: Helmut Kößl fing einen Pass der Gastgeber ab und nagelte die Scheibe ins Tordreieck (28.). Besser könne man es nicht machen, lobte Duschl: „Wahrscheinlich hat der Keeper den Puck gar nicht gesehen.“ Danach bekamen die Gäste mehr und mehr Oberwasser, Chancen und Schüsse wurden auf der Bank beinahe im Minutentakt notiert. Zählbares sprang aber nur durch Christian Setz heraus. Der Top-Torjäger der Hawks wurde von Vladimir Gomow auf die Reise geschickt, er drosch die Scheibe aus vollem Lauf in die Maschen (33.).

Trotz Unterzahl hätten die Hawks gleich zu Beginn des Schlussdrittels schon für die Vorentscheidung sorgen können. Kößl scheiterte aber am Pfosten, statt dessen Jubel auf der Gegenseite. „Plötzlich war die Scheibe drin, keiner wusste genau, wie das passiert ist“, konnte Duschl den Rückschlag kaum verstehen. Auch Trainer Otto Keresztes wollte seinen Ärger kaum verbergen, das schien seine Mannschaft allerdings anzuspornen. Es folgten die Minuten von Christian Setz. Zunächst startete er ein Solo, der Pass kam von Keeper Daniel Huber, umkurvte die Verteidiger und blieb vor dem Kasten cool (51.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Hawks. Erneut Setz sorgte im Powerplay für die Vorentscheidung (58.). Nun setzten die Icehogs alles auf eine Karte, der Torwart machte einem sechsten Feldspieler Platz. Und wieder war es Setz, der sich die Scheibe schnappte per Empty-Net-Goal alles klar machte.

Tore: 1:0 (23.) Gräber (Kuhl, Pfafferrot), 1:1 (28.) Kößl, 1:2 (33.) Setz (Gomow), 2:2 (43.) Franz, 2:3 (51.) Setz, 2:4 (58.) Setz (Tischler/5-4), 2:5 (60.) Setz (ENG). Strafen: Pfaffenhofen 12, Passau 10 + 10 (S.Piskunov). Zuschauer: 405.