Selb feierte ausgelassen den Klassenerhalt

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Eindrucksvoll

haben die Selber „Wölfe“ mit einem 7:2-Erfolg im vierten Play-Down-Spiel gegen

Germering den Klassenerhalt geschafft. So feierten Mannschaft wie Fans lange

ausgelassen das Ende der ersten Bayernliga-Saison. Die „Wanderers“ dagegen

müssen noch einmal kräftig zittern. Im „Best-of-three“-Duell im Derby gegen Fürstenfeldbruck wird neben dem

bereits als Absteiger feststehenden EC Ulm/Neu-Ulm der zweite Absteiger

ausgespielt. 

Bis auf Schramm

(verletzt) und Wohn (Krank) konnte das Trainergespann alle Mann aufbieten. Das

Ziel war klar: im vierten Spiel der Play-Down-Runde sollte der Matchball im

eigenen Rund verwandelt werden. Und so drehten die „Wölfe“ gleich von Beginn an

groß auf. Groß auf drehten auch die Selber Fans und feuerten zugleich ihr Team

lautstark an.

Erste Torschüsse

setzten die VER-Cracks in einem Überzahlspiel ab und auch in der Folge

erarbeiteten sich  die Hausherren

zunehmend ein Übergewicht. Dem Druck konnte der Gegner nicht mehr lange

standhalten. Setzer bediente Siegeris, der sich

schließlich durch die Germeringer Reihen durchtanken

und auch im Abschluss zur 1:0-Führung sein Können unter Beweis stellen konnte.

Erst als Selb in Unterzahl agieren musste, hatten die Gäste durch Leitner und

Wiesheu Möglichkeiten. Doch Selb kam selbst in dieser Spielsituation zu einem

Konter, Hendrikson wartete aber dann zu lange, um

einerseits abzuschließen und andererseits auf den mitlaufenden Setzer zum

richtigen Zeitpunkt abzugeben. Die Oberbayern hatten durch Porak noch eine dicke Chance, der Puck ging jedoch knapp am

Selber Gehäuse vorbei. Von nun war nur noch Selb am Drücker. Trolda vergab noch, nach einem Bullygewinn im Angriffsdrittel machten die „Wölfe“ dann aber

kurzen Prozess. Die Scheibe wanderte zu Bartels, der wie in den Spielen zuvor,

sich erneut in die Torschützenliste eintragen konnte. Die Antwort für eine

10-.Minuten-Strafe gegen Lamich kam prompt. Eine

perfekte Kombination schloss Setzer zum 3:0 ab. Und Unterzahl war von nun an

kein Thema mehr. Zu kläglich stand der Gegner auf dem Eis, Bartels schnappte

sich hier die Scheibe und gab zugleich auf Hendrikson

ab, der sich das 4:0 nicht nehmen ließ.

Die Halle stand nach

dem grandiosen ersten Drittel Kopf. Die „Wölfe“ legten schließlich im  nächsten Abschnitt nach. Gegen einen

mittlerweile lustlosen Gegner traf Siegeris zum 5:0,

dem Lamich  -

erneut in Unterzahl – noch eins drauf setzte. Nun wurden einige Gänge

zurückgeschaltet, die „Wanderers“ hatte man dennoch stets im Griff. Gut und

gerne hätte man noch eins drauf legen können, eine Schmach wollte man den Gästen

aber wohl ersparen. Vielmehr ließ man Michaelis noch zu einem Anschlusstreffer

kommen.

Auf dem Eis war dann

auch im letzten Abschnitt zwar nicht mehr viel geboten, doch das war

mittlerweile eh nur noch zur Nebensache geworden. Auf den Rängen wurde

ununterbrochen das nahende Saisonende gefeiert, die Fans boten ein großes

Repertoire an Liedern und schunkelten sich – auch wenn Steidle noch zum Anschluss kam, als Kümpel die Scheibe

durchrutschen ließ – zur letzten Spielminute. Während dem Spiel wechselten sich

die Keeper selbst aus, so dass Wegmann noch einmal zu einem Einsatz im

„Wölfe“-Trikot kam. Und schließlich setzte Bartels 35 Sekunden vor Spielende mit

dem Treffer zum 7:2 den Schlusspunkt unter die erste

Bayernliga-Saison.

Jetzt durfte auch

die Mannschaft jubeln und ließ sich bei zahlreichen Ehrenrunden vom Publikum

feiern. Natürlich gab es bei manchem Spieler auch Wehmut, schließlich war es für

manche das letzte Spiel in den Farben des VER. So wird sich beispielsweise

Verteidiger Horvath verabschieden, der ein Auslandsstudium anstrebt, nicht aber

ohne den Gedanken, in Zukunft in die Porzellanstadt zurück zu kehren.

Schließlich wurde die Saison in der Stadiongaststätte ausgeklungen, wo bei der

Versteigerung der Original-Spieler-Trikots für Siegeris Shirt am meisten geboten wurde.

VER Selb –

„Wanderers“ Germering 7:2 (4:0, 2:1, 1:1)

Zuschauer:

1.695

Schiedsrichter.

Bauer, Sperl

Strafminuten: Selb

16 + je 10 für Lamich und Jaworin; Germering 20

Tore:

  7:02 – 1:0 Siegeris

(Setzer)

15:18 – 2:0 Bartels

(Lamich)

15:35 – 3:0 Setzer

(Thielsch, Porzig)

17:21 – 4:0 Hendrikson (Bartels; 4-5)

25:04 – 5:0 Siegeris (Thumm;

5-4)

26:08 – 6:0 Lamich (Holden; 4-5)

38:30 – 6:1

Michaelis

50:02 – 6:2 Steidle (Meier)

59:25 – 7:2 Bartels

(Lamich, Holden; 5-4)