Schwerer Gang nach SonthofenESV Buchloe

Schwerer Gang nach SonthofenSchwerer Gang nach Sonthofen
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Am Sonntag um 17 Uhr gibt dann der TSV Peißenberg, immerhin der Vierte der Bayernligatabelle, seine Visitenkarte in Buchloe ab.

Mit 18 Punkten aus sieben Spielen stehen die Bulls aus Sonthofen seit dem vergangenen Sonntag erstmals in dieser Saison an der Tabellenspitze der Bayernligaa. Der Oberligaaufstieg ist auch das klar formulierte Ziel der Mannschaft von Trainer Harald Waibel, nachdem die Oberallgäuer im Vorjahr im Halbfinale an Schweinfurt scheiterten. Mit 48 erzielten Toren sind die Bulls auch das weitaus treffsicherste der Liga. Fast sieben Treffer im Schnitt kassierten bisher die Gegner des Titelanwärters. Der EC Pfaffenhofen ging dabei im Sturmwirbel der Bulls völlig unter und kam sogar mit 12:0 unter die Räder. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mit dem früheren Kaufbeurer Andreas Kleinheinz, zuletzt in Graz aktiv, auch ein ERC-Stürmer die Bayernliga-Scorerliste anführt (10 Tore, 10 Assists). Daneben hat der ERC mit dem ex Buchloer Markus Vaitl, dem kürzlich eingebürgerten Ron Newhook, mit Michael Grimm, Pavel Vit, Björn Friedl oder Marc Sill, noch viele weitere Angreifer in ihren Reihen, die mit zum Besten gehört, das die Bayernliga aufzubieten hat.

„Es kann immer etwas gehen, denn gegen starke Mannschaften haben wir meistens ganz gut ausgesehen. Wir werden Sonthofen ärgern, das kann ich schon mal versprechen“, ist sich ESV-Trainer Bohdan Kozacka aber sehr wohl der klaren Außenseiterrolle seiner Mannschaft bewusst. Aufsteiger Moosburg ist bisher das einzige Team, das bisher Punkte aus Sonthofen entführen konnte (7:8 n.P.).

Die Aussichten auf Punkte für die Freibeuter dürften am Sonntag vor eigenem Angang gegen Peißenberg zumindest etwas besser sein, denn das Team von TSV Coach Meciar Stanislav feierte vier der bisherigen fünf Siege in eigener Halle. Auswärts mussten die Oberbayern, mit Ausnahme des Gastspiels in Germering, jeweils ohne jeden Punktgewinn aus Bayreuth und Miesbach die Heimreise antreten. Zuletzt gab es für die Oberbayern bei der überraschend klaren 4:9 Auswärtsniederlage in Pfaffenhofen ebenfalls nichts zu erben. Trotzdem sind die Eishackler mit 15 Zählern und dem vierten Zwischenrang sicherlich einigermaßen im Soll und dabei ganz klar auf Kurs in Richtung Aufstiegsrunde. Mit Florian Barth wechselte zwar der letztjährige Kapitän den TSV Peißenberg beruflich bedingt nach Waldkraiburg, doch durch einige Neuverpflichtungen konnte der ausgeglichen besetzte Kader des Vorjahres gut verstärkt werden. Der prominenteste Neuling in Peißenberg dürfte der 29-jährige Stürmer Martin Hinterstocker sein, der viel DEL Erfahrung aus seinen Stationen Hamburg, Augsburg oder auch aus Ingolstadt mitbringt. Zuletzt war der Sohn des früheren 99-fachen Deutschen Nationalspielers Martin Hinterstocker (sen.) beim Oberligameister in Bad Tölz engagiert. Die Kontingentstelle besetzt der Tschechische Stürmer Milan Kopecky. Torgefährlichster Angreifer im Trikot der Eishackler ist bislang aber der erst 21-jährige Martin Andrä mit fünf Treffern.