Schwerer Auftakt in Franken

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Die Stunden werden gezählt, denn die Bayernliga-Saison beginnt am Freitagabend für den ESV Pinguine Königsbrunn. Alle Testspiele sind dann Makulatur, wenn es um 20 Uhr gegen den von zahlreichen Experten zum Topfavoriten gekürten ERV Schweinfurt in deren Icedome geht. Die Heimspielpremiere folgt zwei Tage später. Am Sonntagabend, 18 Uhr, erwarten die Pinguine den EHC 80 Nürnberg in der Hydro-Tech-Eisarena.

Aus acht Testspielen, von denen man fünf gewann, zieht Trainer Hans Rothkirch folgende Erkenntnisse: „Man darf die Ergebnisse nicht überbewerten. Die Punktspiele werden viel intensiver werden. Aber es ist erfreulich, wie wir spielen und auch das Tempo über 60 Minuten hochhalten. Unser Selbstbewusstsein ist stark, allerdings müssen wir im Torabschluss erfolgreicher werden.“

Als durchaus schwer ist der Auftakt in Franken zu werten. „Es ist eine gute Mannschaft, die sich gerade trotz der Ausfälle zerreißen wird. Es wird eine Herausforderung vor der Kulisse zu bestehen. Dazu müssen wir unsere volle Leistungsstärke abrufen. Aber ich bin froh, dass es nun endlich losgeht mit den Punktspielen“, so Rothkirch.

Nachdem die Mighty Dogs im Vorjahr auf der Zielgerade mit einem im zweiten Transferfenster deutlich verstärkten Team bis ins Halbfinale vorstießen, will man in dieser Saison von Beginn an im vorderen Tabellenfeld agieren. Man verlor zwar mit Mikhail Nemirovsky den Liga-Topscorer, konnte aber die Stars Josef Eckmair und Michael Heindl halten und mit Marcel Juhasz aus Landsberg eine hochwertige Verstärkung präsentieren. Auch die Ausländerposition wurde mit dem Kanadier Peter Hoppe kurzfristig besetzt. Probleme haben die Schweinfurter dennoch, denn mit Heindl, Eckmair und Steffen Görlitz sind gleich drei Spieler am Freitag gesperrt und mit Andreas Kleider und Maximilian Rabs fallen zwei weitere Spieler verletzt aus. Dennoch wird Trainer Sergej Waßmiller alles daran setzen, nicht erneut gegen die Pinguine zu verlieren, denn im letzten Dezember gelang Rothkirchs Team ein 6:2-Erfolg im Stimmungstempel der Liga. Kaum zu bewerten, ist auch das Vorbereitungsprogramm des ERV, denn man spielte gegen keinen direkten Konkurrenten, sondern nur gegen Landesligisten oder Nord-Regionalligisten. In torreichen Begegnungen, unter anderem ein 9:7 gegen Schönheide, verloren die Franken lediglich ein Spiel.

Noch weniger einzuschätzen ist der Sonntagsgegner, obwohl dieser bereits das erste Saisonspiel vor einer Woche absolvierte. In einer vom achten Spieltag vorgezogenen Partie gewannen die Spieler des finnischen Trainer Jukka Ollila mit 5:4 gegen den von 1000 Schlachtenbummlern begleiteten VER Selb. Ähnlich wie Schweinfurt bestritten die Nürnberger kein Testspiel gegen direkte Konkurrenz, sondern testeten gegen Landesligisten oder Teams aus anderen Ligen. Auch der EHC wurde dabei nur einmal bezwungen. Mit dem Sieg gegen Selb hat die sehr junge Mannschaft dennoch ein Ausrufezeichen gesetzt, denn nach dem Abgang der fast kompletten ersten Reihe in Person von Martin Jiranek, Jakub Wiecki, Patrick Schmid und Torwart Rostislav Kosarek war zu erwarten, dass die „80er“ dies kaum kompensieren könnten. Der Auftakt zeigte ein anderes Bild und auch der Trainer spricht davon, die Play-offs erreichen zu wollen. Hans Rothkirch erwartet von der Heimpremiere „Es wird ein ganz schweres Spiel, denn Nürnberg agiert immer sehr gut organisiert und ist für Überraschungen gut. Sie haben eine junge Mannschaft mit einigen sehr erfahrenen Spielern, die wir unter Kontrolle haben müssen. Wir wollen die drei Punkte auf jeden Fall holen.“