Schwere Brocken für die Piraten

Schwere Brocken für die PiratenSchwere Brocken für die Piraten
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„Das wird natürlich ganz schwer für uns. Aber ich habe keine Angst vor diesen schweren Brocken, denn bei den Hinspielen haben wir auch ganz gut ausgesehen, die Heimniederlage gegen Bayreuth einmal ausgenommen“, erhofft sich ESV Trainer Norbert Zabel auch gegen diese Hochkaräter den ein oder anderen Punkt. Dies dürfte für den Tabellenachten aus Buchloe im Kampf um die oberen acht Play-Off Plätze auch dringend von Nöten sein, denn durch die nicht unbedingt einkalkulierte Niederlage gegen Dorfen ist das Polster auf die unmittelbaren Verfolger Memmingen und Pfaffenhofen bis auf drei Zähler zusammengeschmolzen. Die Peißenberger Eishackler haben sich nach zuletzt vier Siegen in Folge in der Spitzengruppe festgesetzt und dürften mit nunmehr 44 Punkten auch ein sicherer Kandidat für die Meisterrunde sein. Die Mannschaft von Trainer Rudi Sternkopf ist noch dazu das bisher beste Heimteam der gesamten Bayernliga. Nur gegen Schweinfurt mussten sich die Pfaffenwinkler nach Penaltyschießen vor eigenem Anhang geschlagen geben. Gefährlichster Torjäger ist nach wie vor der Tscheche Marek Pospisil, der bereits 23 Mal getroffen hat. Mindestens genauso schwer dürfte die Aufgabe für die Piraten dann am Sonntag sein, wenn der von Markus Wieland trainierte Vorjahresmeister Miesbach seine Visitenkarte in Buchloe abgibt. 49 Punkte hat der Tabellenzweite bislang eingefahren und wird bei der Vergabe des Titels auch heuer mit Sicherheit wieder ein ernstes Wort mitreden. Mut machen sollte den Freibeutern der überzeugende 4:6-Auswärtserfolg am achten Spieltag in Miesbach, der gezeigt hat, dass auch die Oberbayern, die bis dahin alle sieben Partien gewonnen hatten, mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung zu packen sind. Der TEV ist nach Tabellenführer Erding auswärts bisher das beste Bayernligateam. Nur beim Gastspiel in Weiden fuhren die Miesbacher bislang ohne Punkte nach Hause. „Miesbach ist eine in allen Mannschaftsteilen sehr ausgeglichen stark und kompakt besetzt“ schätzt Zabel den Kontrahenten als klar favorisiert ein. In der Defensive sorgen Torhüter Florian Hochhäuser und vor allem die beiden erstligaerfahrenen Routiniers Florian Leitner und der ehemalige Deutsche Nationalspieler Ronny Müller für viel Ruhe und Stabilität. Auch im Angriff haben die Rot-Weißen mit dem inzwischen 35 jährigen Topscorer Rainer Suchan (15 Tore), der zu Saisonbeginn vom SC Rießersee kam, einen ehemaligen DEL-Profi zu bieten. Fehlen wird vermutlich Torjäger Markus Hart, der noch eine Leistenverletzung auskuriert. Für den ESV gilt es die Heimpleite gegen Dorfen schnell abzuhaken und wieder auf die eigenen Stärken und Tugenden zu vertrauen. Auch wenn wiederum einige Spieler der Freibeuter angeschlagen aufs Eis gehen werden, bleibt im Lager der Piraten doch die Hoffnung auf eine Überraschung gegen die Favoriten aus Peißenberg und Miesbach.