Schwarze Sekunden an der Donau

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
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Innerhalb von 16 Sekunden sind die Play-off-Träume der Buchloer wie ein Kartenhaus zusammengefallen: Mit einem Doppelschlag in der 46. und 47. Minute drehten die Cracks des EV Regensburg ihr Heimspiel, verwandelten einen 2:3 Rückstand in ein 4:3 und so blieb es auch bis zum Ende. Aus dem ersten Drittel gingen beide Teams mit einem 2:2, im zweiten Abschnitt brachte Thomas Fortney die Buchloer mit einem Überzahltreffer in Führung. Für die Pirates ist der Rückstand auf die achtplatzierten Regensburger damit nur noch theoretisch einzuholen, zumal die Oberpfälzer noch eine Partie mehr auszutragen haben.

1500 Zuschauer, 40 davon aus Buchloe und die extrem spannende Ausgangslage: Kein Wunder, dass das Spiel von viel Nervosität auf beiden Seiten geprägt war. Es stand schließlich viel auf dem Spiel. Die Regensburger hatten zwar die größeren Anteile, agierten vor dem Tor aber meistens zu umständlich. Bei den Buchloern lief dagegen im Spiel fünf gegen fünf generell nicht viel zusammen. Trainer Norbert Zabel ließ mit vier Sturmreihen spielen. Da in der Defensive Andreas Zeck und Holger Völk fehlten, half Christian Warkus hinten aus. Dafür kam im Schlussdrittel Christian Wittmann aus der 1b-Mannschaft zum Einsatz. Völlig unerwartet klappte aber das Powerplay bei den Pirates diesmal wie am Schnürchen: Vier Strafzeiten wurden zu drei Toren genutzt.

Bei der ersten Hinausstellung dauerte es gerade mal 19 Sekunden, da traf Kapitän Bohdan Kozacka von der Blauen Linie (8.). In der 13. Minute bekam der EVR einen Penalty zugesprochen, den Fritz Hessel im Tor der Pirates jedoch vereitelte. Die Regensburger bliesen daraufhin nicht lange Trübsal: Nur 5 Sekunden später schafften sie dann doch den Ausgleich, als Martin Ritter einen Abstauber verwertete. Per Schlagschuss im Überzahlspiel brachte Sven Gerike seine Farben erstmals in Führung (17.). Anderthalb Minuten vor der Pausensirene hielt Peter Westerkamp bei einem maßgenauen Querpass von Fortney den Schläger hin und glich wieder aus.

Im Mitteldrittel hatten die Pirates zunächst zwei numerische Unterlegenheiten zu überstehen, ehe sie es ab der 37. Minute selbst sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis versuchen durften. Fortney erzielte dabei mit einem Schuss aus spitzem Winkel das 3:2 (38.). Zuvor hatte der Regensburger Gerike eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe für einen Check von hinten an Oliver Braun erhalten. Braun spielte zwar erst noch weiter, musste aber später passen. Auch Kapitän Kozacka musste im zweiten Drittel einen harten Check einstecken und konnte nicht mehr mitwirken. So gingen die Pirates mit einer schweren Hypothek in den Schlussabschnitt.

Die Buchloer schafften es aber immer wieder, die Regensburger Offensive in Schach zu halten, bis ihnen ein Stellungsfehler unterlief: Auf einmal war die rechte Abwehrseite völlig offen und der schwedische Verteidiger Kristoffer Bäckström nutzte die Unachtsamkeit, um Fritz Hessel aus der Halbdistanz zu überwinden (46.). Die Heimspieler setzten vehement nach und als der Puck nach einem Schlagschuss frei lag, traf Roman Schreyer zum 4:3 (47.). Die Donauarena stand nun Kopf. Um denselben bei seiner Mannschaft nicht zu verlieren, nahm Norbert Zabel eine Auszeit. Zwar fingen sich seine Cracks danach wieder, doch es glückte kaum noch eine Angriffsaktion, um noch den Ausgleich zu erzwingen; auch nicht, als Hessel in der Schlussminute das Tor für einen sechsten Feldspieler verlassen hatte.