Schicksalhaftes Wochenende für den ECDC

Trainer-Duo macht weiterTrainer-Duo macht weiter
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Am kommenden Wochenende trifft der ECDC Memmingen auf zwei Teams in der Bayernliga, die noch hinter den Indians in der Tabelle stehen. Am Freitag um 20 Uhr kommt der Tabellennachbar EV Fürstenfeldbruck nach Memmingen, am Sonntag geht es zum EV Pegnitz. Nach drei Pleiten in Folge und dem Abrutschen auf den elften Rang ist „Feuer“ unterm Dach. Der erste Vorsitzende Helge Pramschüfer hat im eignen Forum den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern für vorerst gescheitert erklärt. In einer Mannschaftsansprache am Dienstag wurde der Mannschaft die Situation dargelegt. Sie erhält für das kommende Wochenende eine Bewährungsprobe. Entsprechend des Verlaufes der Wochenendspiele werden personelle Entscheidungen gefällt.

Egal, wie die Spiele am Wochenende ausgehen, die Verpflichtung des 24jährigen Verteidiger Martin Jainz ist in trockenen Tüchern. Er ist ein Ulmer Eigengewächs und erzielte in der letzten Landesliga-Saison in 21 Spielen 15 Tore und 16 Assists. Der 1,86 lange Jainz gilt als „Blueliner“ und dürfte wohl auch für einigen neuen Schwung in der Abwehr sorgen. Er darf allerdings erst ab 1. Dezember ins Spielgeschehen eingreifen. Aber nicht nur im Eishockey ist Jainz aktiv. Zeitgleich ist er im Fußballgeschäft aktiv. Momentan läuft er für den württembergischen Verbandsligisten SpVgg Au/Iller auf, die in der fünften Liga derzeit Tabellenführer sind. Dort spielt Jainz allerdings im Sturm.

Auch kündigte Pramschüfer im Forum die Suche nach einem Kontigentspieler an. Erster Kandidat ist ein 22-jähriger Kanadier, der sich derzeit im Probetraining befindet. Wie es mit seiner Verpflichtung aussieht, ist noch offen.

Doch zunächst gilt es am Freitag, wichtige Punkte zu ergattern. Mit dem EV Fürstenfeldbruck kommt ein alter Rivale. In den letzten Jahren lieferten sich beide Teams immer entscheidende Duelle. Vor drei Jahren sorgten die Brucker, dass die Indians noch ein Jahr in der Landesliga bleiben dürften, während sie selber aufstiegen. Vergangenes Jahr konnte der ECDC in der Punkterunde zweimal gewinnen, allerdings trafen in der ersten Play-off-Runde beide Teams erneut aufeinander. Mit zwei Siegen zog der EVF überraschend in die nächste Runde ein und sorgte bei den Indians für „Katzenjammer“. Dieses Jahr kamen die Münchner Vorstädter noch nicht so richtig in Tritt. Erst letzte Woche gewannen sie in Sonthofen mit 6:4 zum ersten Mal. Durch eine Spielwertung haben sie einen zweiten Sieg am „Grünen Tisch“ geschenkt bekommen. Der ERV Schweinfurt setzte einen Spieler unberechtigterweise ein. Dadurch sind die Indians und die Crusaders punktgleich in der Tabelle. Fehlen wird beim EVF Verteidiger Johnny Bärlund, der sich einen Mittelfußknochenbruch zugezogen hat, sowie Markus Oehme, der in Sonthofen eine Spieldauer bekam.

Am Sonntag treten die Indians beim EV Pegnitz an. Beim noch sieglosen Fünfzehnten muss der ECDC vor allem auf Markus Schwindl aufpassen, der ein Spiel allein entscheiden kann. Er erzielte bislang 19 Punkte in sechs Spielen. Der EVP ist auf jeden Fall besser als es die Platzierung aussagt. Bereits zweimal führten sie mit 4:0 um am Ende doch als Verlierer vom Eis zu gehen. Der ECDC ist also ausreichend gewarnt. (ba)