Saisonende für Timo Krohnfoth

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Nach Holzkirchen nun Geretsried: Erneut führt den EV Lindau eine Auswärtsaufgabe zu einem Team der Südgruppe. Heute (19 Uhr) stehen die Islanders bei Vizemeister ESC Geretsried auf dem Prüfstein, der bisher einen starken Eindruck hinterlassen hat.

Nicht nur in diesem Spiel werden die Lindauer auf ihren Torjäger Timo Krohnfoth verzichten müssen. Der 23-Jährige erlitt in Holzkirchen eine schwere Schulterverletzung. Für ihn ist die Saison gelaufen. „Das ist ein herber Verlust, ein Rückschlag für unsere Zielsetzung und vor allem unendlich schade für Timo“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang. „Wir werden jetzt einfach näher zusammenrücken müssen, um ihn zu ersetzen. Gleichzeitig hoffe ich, dass die nächsten Schiedsrichter besser hinsehen, wie sauber Zweikämpfe geführt werden.“ Denn auch der Einsatz von Dominic Mahren, ebenfalls in Holzkirchen gefoult worden, ist wegen seiner Gesichtsverletzung äußerst fraglich. „Das Kompliment geht an die Mannschaft, dass sie sich nicht den Schneid abkaufen und von den äußeren Umständen drausbringen lässt.“ Diese Einstellung zeige wahre Größe und werde auch in Geretsried gebraucht.

Der ESC wird sicherlich ähnlich kampfbetont zur Sache gehen wie Holzkirchen, ist aber die talentiertere Mannschaft. Nach der Auflösung des SC Reichersbeuren schlossen sich einige Spieler den River Rats an und steigerten die Qualität im Vergleich zum Vorjahr, als der EVL 5:1 gewann. Geretsried verlor nur gegen Südmeister Germering zuhause und das mit 2:4 äußerst knapp. In der Aufstiegsrunde gab es bisher ein unglückliches 6:6 im Derby gegen Holzkirchen und einen 6:5 Sieg nach Rückstand gegen Freising, das ja auch in Lindau einen starken Eindruck hinterließ. „Der ESC ist eine gefährliche Mannschaft mit Stärken in der Offensive“, analysiert Trainer Willy Bauer. „Wer hinten konzentrierter und insgesamt disziplinierter spielt, wird dieses Spiel gewinnen.“ Zur defensiven Stabilität soll dabei die Rückkehr von Tobi Fuchs nach seiner Sperre beitragen. „Wichtig ist, dass wir uns auf das Körperspiel einstellen und von Anfang gut dagegenhalten.“ Wie Bauer nach den Ausfällen umstellt, ist noch offen. „Ich bin allerdings sehr froh, dass ich personelle Möglichkeiten habe. Wir haben ja immer gesagt, dass jeder Spieler wichtig ist und alle immer bereit sein müssen. Das ist jetzt mehr denn je gefordert.“ Zumal die Islanders vor einem heißen Doppelwochenende stehen. Am Sonntagabend kommt mit dem EV Pegnutz ein Team aus der starken Nordgruppe an den Bodensee. Aber gerade nach Krohnfoths schwerer Verletzung sagen sich die Lindauer: „Jetzt erst recht.“