Rückschlag im Kampf um Rang neun

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Einen herben Rückschlag im Kampf um Platz neun hat der ESV Pinguine Königsbrunn am Freitagabend erlitten. Mit 2:5 (1:1, 1:1, 0:3) unterlag man beim direkten Konkurrenten ECDC Memmingen. Kopfschütteln verursachte dabei die Tatsache, dass die Pinguine wieder einmal aus besten Lagen nicht ins gegnerische Tor trafen und die drei entscheidenden Gegentore innerhalb der letzten fünf Minuten kassierten.

Dabei begannen die Rot-Weißen konzentriert und sehr ruhig, während die Indians zwar versuchten schnell Druck aufzubauen, aber Clemens Heringer kaum in Verlegenheit brachten. Angetrieben von einem starken Sascha Stürzl, der in den ersten Minuten mit drei Antritten für Gefahr rund um das Memminger Tor sorgte und einmal am Pfosten scheiterte, eroberten sich die Pinguine von Minute zu Minute mehr Übergewicht. Ein Patzer in der eigenen Abwehr ermöglichte aber den Gastgebern die Führung in der neunten Spielminute. Tim Bertele konnte nur 15 Sekunden später per Abstauber ausgleichen. Es entwickelte sich fortan eine Partie, die beide Fanlager verzweifeln ließ, denn Fehlpässe häuften sich und viele kopflose Aktionen sorgten für ein vollkommen zerfahrenes Spiel.

Auch mit Beginn des zweiten Drittels gab es keinerlei Besserung. Die spielenden Akteure zeigten Eishockey auf ganz schwachem Niveau. Lediglich mehrfache Reibereien und Konfrontationen unter den Spielern sorgten für Abwechslung. Es gab zwar durchaus manch gute Gelegenheit vor beiden Toren, aber die Torhüter Reiner Vorderbrüggen und Clemens Heringer zeigten sich hervorragend aufgelegt. Es musste eine Unterzahlsituation der Pinguine herhalten, um wieder für ein Highlight in der verflachten Partie zu sorgen. Memmingen nutzte die sich bietende Gelegenheit zur Führung, wobei der Treffer mehr Zufall als gewollt war, denn die Scheibe sprang von einem Bein ins Königsbrunner Gehäuse. Erneut ließen die Pinguine sich keinesfalls schocken und sorgten nur zwei Minuten später für den wiederholten Ausgleich. Michael Kerber traf zum ersten Mal im Pinguindress. Bis Drittelende schienen sich beide Seiten auf einen Nichtangriffspakt verständigt zu haben, denn es passierte schlichtweg gar nichts mehr.

Zu Beginn der letzten 20 Minuten hatte der ESV die Nase voll und übernahm das Kommando. Durch die geringfügige Tempoverschärfung sprangen sofort Chancen in Serie heraus. Doch wie in 28 Spielen zuvor gelang es nicht die Scheibe im bereits leeren Tor unterzubringen. So verpuffte das Engagement ohne Zählbares auf die Anzeigentafel des Memminger Eisstadions gebracht zu haben. Stattdessen fand der ECDC zurück in die Partie. Es roch schon nach einem letztendlich gerechten Unentschieden, ehe das Spiel kurios wurde. Memmingen ging in Führung, als auf jeder Seite je ein Spieler auf der Strafbank saß. Drei Minuten vor Ende entstand unter gütiger Mithilfe des Memminger Goalies eine zwei-Mann-Überzahl für die Pinguine, so dass der Ausgleich in der Luft lag. Ein Fehlpass an der blauen Linie ließ die Indians aber zu einem Alleingang kommen, der zum 4:2 genutzt wurde. Direkt im Anschluss nahm Trainer Hurtik seinen Torhüter vom Eis, aber auch hier gelang es nicht ein Tor zu erzielen. Dies gelang den Gastgebern, die per Befreiungsschlag wiederum mit zwei Mann weniger den Endstand erzielten.

Tore: 1:0 (9.) Löhle, 1:1 (9.) Bertele, 2:1 (30.) Keintzel, 2:2 (32.) Kerber, 3:2 (56.) Löhle, 4:2 (58.) Crombeen, 5:2 (60.) Crombeen. Strafen: Memmingen 26, Königsbrunn 20.