Rot-Weiße Fan-Party trotz NiederlageECDC Memmingen

(Foto: ECDC Memmingen)(Foto: ECDC Memmingen)
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In einem bis dahin engen Match ging den stark ersatzgeschwächten Indians im letzten Drittel die Kraft aus und die Hausherren konnten einen letztlich deutlichen Sieg herausspielen, der allerdings um ein paar Tore zu hoch ausfiel. Trotz der Niederlage feierten über 400 Memminger Fans bis weit nach Spielende ihre Mannschaft, die sich durch den 7:3-Heimsieg über Peißenberg am Freitag drei Spieltage vor Ende der BEL-Hauptrunde bereits sicher für die Aufstiegsrunde qualifiziert hatte.

Ohne die halbe etatmäßige Verteidigung mussten die Indians den schweren Gang nach Buchloe antreten. Neben Sing fehlten auch Neumann und Schirrmacher gesperrt, so dass den Mannen von Jogi Koch nur drei gelernte Verteidiger zur Verfügung standen. Zu Beginn des Spiels war davon aber wenig zu merken. Nach anfänglichem Abtasten kamen die Hausherrn, die die Punkte noch zwingend benötigten, zwar zu guten Chancen, doch die Defensive um den erstmals wieder eingesetzten Alex Reichelmeir hielt dicht. In der zehnten Minute jedoch war Marc Streicher in Überzahl zur Stelle und erzielte die Führung für die Pirates. In der Folge kamen beide Mannschaften noch zu guten Chancen, verwerten konnten sie allerdings keine davon. Unrühmlicher Höhepunkt des ersten Durchgangs war dann eine unsportliche Aktion des Buchloers Braun, der nach der Pausensirene mit einem Revanchefoul den Memminger Merkle mit einem Stockschlag niederstreckte. Der Schiedsrichter, der die Situation dem Anschein nach mitbekam, entschied aber unverständlicherweise nur auf eine zweiminütige Strafe und nicht auf einen Spielausschluss.

So starteten die Indians mit einem Powerplay, was allerdings nichts einbrachte. Doch die Chancen häuften sich, Memmingen war nun klar am Drücker. Der DEL-erfahrene Goalie Horneber im Buchloer Gehäuse machte aber eine sehr gute Figur und war erst in der 32. Minute zu überwinden, als Patrick Zimmermann energisch nachsetzte und den Puck unter die Latte ins Tor beförderte. Trotz einiger großer Chancen schafften es die Indians nicht, den nächsten Treffer zu erzielen. Wenige Sekunden vor der Pausensirene hatte Michael Polaczek die beste aller Möglichkeiten, er konnte den Puck allerdings nicht ins verwaiste Buchloer Tor schlenzen.

Im letzten Abschnitt machten sich dann die personellen Probleme bemerkbar. Nicht nur der Verteidigermangel, sondern auch die Tatsache, dass Buchloe am Freitag spielfrei war, gab nun den Ausschlag für die Pirates, die jetzt deutlich frischer wirkten. Mit dem nötigen Glück kamen sie wenige Minuten nach Wiederanpfiff zum 2:1, nachdem Westerkamps Hereingabe unglücklich abgefälscht wurde und somit unhaltbar für Reichelmeir ins Tor trudelte. Dieser unnötige Gegentreffer gab Buchloe Aufwind und ließ sie zu weiteren Treffern kommen. Strobel, Streit und Weigant kurz vor Schluss schraubten das Ergebnis in die Höhe, was bei den Indians aber aufgrund der sicheren Meisterrundenteilnahme zu verschmerzen war. Am Schluss stand ein 5:1 Heimsieg für die Pirates, bei dem die Rot-Weißen lange Zeit sehr gut mitgehalten haben.

Nahezu unglaublich war einmal mehr die Unterstützung der gut über 400 mitgereisten Memminger Fans, für die die Indians-Verantwortlichen noch ein Sonderlob übrig hatten: „Einfach sensationell“, so die einhellige Meinung über die ECDC-Fans. Weiter geht es für die Indians nach einem spielfreien Wochenende mit dem großen Allgäu-Derby gegen den schier übermächtigen ERC Sonthofen. Für das Spiel am 25. Januar läuft bereits der Vorverkauf. Allen Zuschauern wird geraten, die Karten bereits frühzeitig zu sichern, um ein langes Anstehen am Spieltag zu vermeiden. Tickets sind in der ECDC-Geschäftsstelle in der Eissporthalle (Mittwoch 18.30 bis 20 Uhr), bei Dietzels Hockeyshop sowie in der Stadiongaststätte „Puck-Sportsbar“ erhältlich.