Probleme nur im ersten DrittelBlack Hawks Passau

Probleme nur im ersten DrittelProbleme nur im ersten Drittel
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Der Ärger über das unnötige 3:3 in Erding am Freitagabend hatte sich gelegt, am Sonntag hatten die Black Hawks bereits die nächste Auswärtsaufgabe zu lösen – dieses Mal in der Moosburger Sparkassen-Arena beim EV Bruckberg.

Der Start in die Partie war gelinde gesagt ungünstig. Bereits nach 72 Sekunden musste Passaus Mathias Pilz wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen, und kurz vor Ende des Bruckberger Überzahlspiels fiel tatsächlich das frühe 1:0 für die Hausherren. Bis zur 16. Spielminute neutralisierten sich beide Teams nahezu, doch dann kam Martin Lamich zentral vor dem Tor frei zum Schuss und hämmerte die Scheibe per Schlagschuss zum 1:1-Ausgleichstreffer in den Winkel. Wieder nur eine Minute später landete ein Passauer Schuss am Gestänge der Hausherren, noch in derselben Spielminute war es dann aber Andreas Toth, der doch noch das Passauer 2:1 erzielte.

Auch der zweite Spielabschnitt begann überraschend: In der 23. Spielminute war Passaus Abwehr etwas unaufmerksam, so musste Zawatsky zunächst einen Schuss von der blauen Linie parieren, Sekunden später konnte er die Scheibe auf den Nachschuss hin unter sich begraben und das Spiel somit beruhigen. Helfen sollte es allerdings nichts: In der 24. Spielminute wanderte Martin Lamich wegen Behinderung auf die Strafbank, und nur eine Minute später markierte Bruckberg im Powerplay durch Alexander Braun nach tollem Passspiel das 2:2 – Zawatsky war bei dieser Direktabnahme aus kurzer Distanz eher chancenlos. Nur Sekunden später Glück für die Black Hawks: Um ein Haar hätten die Hausherren die Partie gedreht, doch der Schuss landete am Passauer Pfosten. Immer noch in derselben Spielminute setzten nun die Gäste aus Passau einen Gegen-Konter und trafen: Maximilian Wanninger erzielte das Passauer 3:2. In der 27. Spielminute ging es wieder hin und her: Erst scheitern die Hausherren an Zawatsky, dann die Gäste gleich doppelt vor dem Bruckberger Tor. Nachdem in der 29. und 30. Spielminute zwei Bruckberger Spieler hinter das Plexiglas verbannt wurden, hatte Passau die große Chance, im 5:3-Überzahlspiel die Führung auszubauen. In der Folge war Thomas Kremhelmer der Spieler im Fokus. Frei vor dem Tor scheitert er noch an Bruckbergs Schlussmann, doch kurz darauf machte er es besser: Nach perfekt getimten Pass vor das Tor schoss er die Scheibe direkt ins Passauer Glück – 4:2 für die Black Hawks noch in der 30. Spielminute. Nun waren die Passauer endgültig in der Partie, so dauerte es eine halbe Minute, da stand es auch schon 5:2; Torschütze war Andreas Toth. Kurz darauf überstand man erst ein Bruckberger Überzahlspiel, ehe Mathias Pilz in der 36. Spielminute einen tollen Pass über das halbe Spielfeld exakt auf Vladimir Gomovs Schläger brachte, Alleingang auf das Tor der Hausherren – 6:2 für Passau. Eine Minute später kassierte Bruckberg in Person von Andreas Lachner die nächste Strafe, und wieder waren die Black Hawks eiskalt vor dem gegnerischen Gehäuse: Vladimir Gomov spielte einen super Pass auf Andreas Popp, für den es ein Leichtes war, per Direktabnahme den siebten Passauer Treffer zu erzielen. Das 7:2 für die Black Hawks war gleichzeitig der Spielstand nach dem zweiten Spielabschnitt, in dem die Passauer endlich zeigten, was sie können. Es wurde Druck entfacht, die spielerische Initiative ergriffen – und schon hatte Bruckberg wenig bis gar nichts mehr entgegenzusetzen.

In der 44. Minute sorgte Radek Krestan, tschechischer Kontingentspieler der Hausherren, durch eine Behinderung für das nächste Passauer Überzahlspiel, und auch dieses Powerplay nutzten die Gäste zum Torerfolg: Moritz Riebel legte den Puck geschickt zurück auf Sebastian Hesslinger, und der junge Passauer Stürmer netzte ein zum 8:2 für die Gäste. Inzwischen klappte bei den Black Hawks fast alles, so auch in der 50. Spielminute, als Erich Fries per Bauerntrick die Scheibe exakt zwischen Torpfosten und den Schonern von Hoffmann zum 9:2 über die Linie bugsierte. Gut eine Minute später waren zur Abwechslung mal wieder die Hausherren im Angriff, doch sowohl gegen Waldemar Kunstmann als auch gegen Sascha Aiglstorfer stand Zawatsky im Passauer Tor wie eine Wand. Nachdem Bruckberg in der 55. Spielminute den dritten Alleingang in Folge auf das Passauer Tor fahren konnte – erneut war Zawatsky nicht zu überwinden – dachten sich die Black Hawks wohl, nun müsse man wieder etwas tun. Gesagt, getan: Eine Minute später kam Mathias Pilz an den Puck und versenkte die Scheibe mit einem seiner unnachahmlichen Schlagschüsse zum zehnten Passauer Treffer im langen Eck des Bruckberger Tors. Bei diesem Geschoss war auch Hoffmann ohne Abwehrchance. In der 58. Spielminute musste Zawatsky dann doch noch einen Gegentreffer über sich ergehen lassen – das 3:10 von Thomas Pollner war aber nichts weiter als Ergebniskorrektur.