Play-off-Feeling für den EV Lindau

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Für den EV Lindau bedeutet das ein hartes Los. Zweimal müssen die Islanders im Derby gegen das Topteam aus Sonthofen ran. Heute (20 Uhr) treten die Lindauer im Allgäu an, das Rückspiel steigt am Sonntag (17:30) in der Eissportarena. Dabei erwarten die Islanders weit über 200 Fans aus Sonthofen. Eine rechtzeitige Anreise zum Spiel wäre eine gute Idee, denn es wird am Sonntag eng werden im Eichwald.

Zumindest heute reisen die Islanders wieder mit Sorgen in allen Mannschaftsteilen zu einem Auswärtsspiel. Neben Tobias Fuchs fehlen Timo Krohnfoth und Torhüter Waldemar Quapp. Wobei im Tor des EVL nach seinen starken Leistungen am vergangenen Wochenende ohnehin Michael Gundlach gestanden hätte. Dennoch haben die Islanders derzeit allen Grund, sich auf dem Transfermarkt umzusehen – was seit Mittwoch, der Öffnung des Transferfensters bis 15. Januar alle Bayernligisten tun. „Jeder will seinen Kader verstärken oder verbessern. Jetzt besteht die Möglichkeit Feinjustierungen vorzunehmen und manch einer wird auch Panikkäufe tätigen“, sagt Bernd Wucher über die Bewegungen gerade bei den Tabellennachbarn.

Beim sportlichen Leiter des EVL liegt das Thema Feinjustierung auf dem Tisch. Die Rückkehr von Dominic Mahren ist seit einigen Wochen klar, nachdem der Stürmer in Buchloe nur zu zwei Einsätzen kam. „Es hat einfach nicht gepasst“, sagt Mahren, der den Lindauern Tiefe und Tempo in den Kader bringt. „Es ist immer gut, wenn ein Lindauer zurückkommt. Dominic kennt Umfeld, Mannschaft und System und identifiziert sich mit dem EVL“, sagt Trainer Willy Bauer. Weil es im Sturm bald eng wird, da im neuen Jahr auch mit der Rückkehr des verletzten Daniel Pfeiffer gerechnet werden darf, haben die Islanders mit Pietro und Manuel Vacca auch zwei Abgänge zu verzeichnen. „Sie haben uns zu Saisonbeginn geholfen, als wir einen Engpass hatten, nun planen wir aber anders“, sagt Bernd Wucher, der sich nun auf das Thema Defensive konzentriert, wo es beim EVL kaum Variationsmöglichkeiten gibt. Ein Ausfall wie der von Tobias Fuchs nach einer halben Stunde gegen Pfaffenhofen ist nicht zu kompensieren. Wucher wäre aber nicht Wucher („Ich sondiere den Verteidiger- Markt sehr intensiv. Aber das tun andere Klubs auch“), wenn er nicht schon Abhilfe hätte: Fabian Burmann heißt der Neuzugang, der seit kurzem bei den Islanders mittrainiert. Der 28jährige spielte schon für Wolfsburg und Dresden in der zweiten Liga und ist berufsbedingt an den Bodensee gezogen. Wegen seines Jobs kann er aber erst ab Januar spielen. „Wir warten gerne auf ihn, denn er wird uns weiterhelfen“, sagt Willy Bauer, der aber mahnt dass speziell heute die Defensivarbeit bei den Stürmern beginne. Sie werden in Sonthofen kräftig mithelfen müssen, denn die Bulls stellen ein heimstarkes Team, bei dem die Lindauer dann bestehen können, wenn alle Zusammenhelfen und alles Zusammenpasst.