Pirates unterliegen in Schweinfurt erst im Penaltyschießen

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Einen Punkt erbeuteten die Buchloer Pirates am Freitagabend vor 800 Zuschauern im Schweinfurter Icedome nach einem dramatischen Bayernligaspiel. Erst im Penaltyschießen musste sich der ESV mit 5:6 (2:1, 1:3, 2:1, 0:1) geschlagen geben. Am Ende trauerte Trainer Norbert Zabel sogar einem Sieg nach, denn bis 70 Sekunden vor Schluss lag seine Mannschaft noch mit einem Tor in Führung. Die Hausherren hatten in der Endphase den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen und den Ausgleich durch Mike Heindl regelrecht erzwungen (59.).

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, denn ohne Stammtorhüter und ohne drei wichtige Stürmer mit dieser Spitzenmannschaft auf Augenhöhe mitzuspielen, das ist schon erstaunlich“, meinte Pirates-Trainer Zabel nach dieser aufregenden Partie. In der Tat: Seine Schützlinge waren deutlich besser als die Hausherren in die Partie gestartet und schossen ERV-Torhüter Ole Swolensky richtiggehend warm. Folgerichtig und völlig verdient dann die Führung durch Peter Klemm (16.). Dies war offensichtlich ein Weckruf für die Mighty Dogs, denn nun zeigten die Unterfranken ihrerseits, warum sie zu den heißesten Meisterschaftsanwärtern gehören. Stefan Trolda in Überzahl und Sergej Waßmiller mit einem abgefälschten Schlagschuss sorgten innerhalb von nur 30 Sekunden für die 2:1-Führung der Heimmannschaft. Von da an bekam Warkus Ersatz Johannes Klement im Buchloer Tor mächtig Arbeit. Der erst 20-jährige Goalie ließ sich im Schweinfurter Hexenkessel aber nicht beeindrucken und hielt mit tollen Paraden seine Mannschaft im Spiel. Gegen das 3:1 durch Sergej Waßmiller aber war er dann machtlos (30.). Das Spiel war aber längst nicht gelaufen, denn die Piraten schlugen in beeindruckender Art und Weise zurück. Bastian Simmler (33.) und Bohdan Kozacka (34.) glichen aus. Kurz vor Ende des Mitteldrittels schnappte sich Pavel Mojtek in Unterzahl die Scheibe und vollstreckte gar zur 4:3-Führung (38.). Im Schlussabschnitt drückte die starke Schweinfurter Offensive noch einmal gehörig aufs Tempo, während die etwas behäbig wirkende Abwehr der Dogs durch die quirligen Buchloer nach wie vor ein ums andere in arge Verlegenheit gebracht wurde. Der überragende Spielertrainer Sergej Waßmiller schaffte schließlich mit einem Mann mehr auf dem Eis den 4:4-Ausgleich (45.) für seine Farben. Nach einer vergebenen Überzahlchance war es schließlich Pirates Verteidiger Bohdan Kozacka, der nach einem energischen Vorstoß für die erneute Buchloer Führung sorgte (55.), die dann allerdings nicht bis zur Schlusssirene hielt.