Piraten müssen nachsitzen

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Die Bayernliga befindet sich wegen des Deutschland-Cups, der am Wochenende in München ausgetragen wird, eigentlich in der Länderspielpause. Als einzige Partie steht am Sonntag um 19.30 das Nachholspiel der Buchloer Pirates beim Tabellenschlusslicht EHC 80 Nürnberg auf dem Programm.

Die Auswärtspartie beim EHC 80 war ursprünglich für den 21. Oktober angesetzt, musste damals allerdings verschoben werden, weil in der bis zu 11.000 Besucher fassenden Arena Nürnberger Versicherung eine andere Veranstaltung stattfand. Nach dem Null-Punkte-Wochenende aus den Spielen gegen Weiden und Sonthofen bietet sich für die Mannschaft von ESV Interimstrainer Michael Städele (11 Punkte) am Sonntag damit die Chance mit einen Sieg in der Frankenmetropole den TEV Miesbach (12 Punkte) zu überholen und punktemäßig bis zum Tabellenachten Memmingen (14 Punkte) aufzuschließen.

Der EHC 80 Nürnberg, als Landesligameister des Vorjahres, konnte bisher in der Bayernliga noch nicht so recht Fuß fassen und ziert mit lediglich drei gewonnenen Pluspunkten doch schon deutlich abgeschlagen das Tabellenende. Die Zähler resultieren aus einem überraschenden 3:2-Auswärtssieg nach Penaltyschießen in Weiden. Dazu holte die Mannschaft von Trainer Sergej Hatkevitch, der erst vor 14 Tagen die Nachfolge von Alex Davydenko als Chef an der Bande antrat, ebenfalls nach Penaltyschießen noch einen Punkt in Germering. Auf eigenem Eis allerdings lief es bisher gar nicht rund, und so gingen alle vier Heimspiele verloren. Wobei es bei den Duellen mit Bayreuth (3:5) und Königsbrunn (2:4) durchaus knapp zuging. Der EHC 80 Nürnberg stellt bisher mit nur 24 erzielten Treffern den schwächsten Angriff der Liga. Gefährlichster Torschütze im Team des Aufsteigers ist der 24-jährige Amerikaner Bobby Hughes mit vier Treffern.

„Das Spiel in Nürnberg müssen wir trotz der vielen Ausfälle einfach gewinnen. Natürlich ist Vorsicht geboten, das wird kein Selbstläufer“, weiß auch Pirates-Coach Michael Städele, den allerdings immer noch arge Personalsorgen plagen. Neben den verletzten Stürmern Christian Wittmann und den Weigant Zwillingen wird auch Peter Westerkamp am Sonntag noch nicht zur Verfügung stehen. Der Routinier konnte zwar schon wieder leicht trainieren, sein Einsatz am Sonntag ist aber unwahrscheinlich. Damit dürfte die erste Sturmformation mit Sean Muncy, Georg Hessel und Oliver Braun wie zuletzt in Sonthofen auflaufen. Sebastian Reisinger wird wohl wieder den immer noch verletzten Stammtorhüter Fritz-Philipp Hessel vertreten.