Piraten enttäuschen

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Während sich Indians-Coach Werner Tenschert nach der Partie mit den Worten „wenn’s läuft, dann läuft es“ über den achten Sieg in Folge freute, fand Piratentrainer Franz-Xaver Ibelherr kaum Worte: „Die Einstellung, mit der meine Mannschaft in dieses Derby gegangen ist, ist für mich unverständlich“, zeigte er sich tief enttäuscht. Nach dem unglücklich verlorenen Freitagsspiel (Anm: 3:4 gegen den gleichen Gegner) habe er eigentlich eine positive Reaktion erwartet.

Mit der schwachen Vorstellung im ersten Drittel stießen die Buchloer Cracks aber auch die vielen mitgereisten Piratenfans unter den 1200 Zuschauern vor den Kopf. Vom Startbully an machten die Indians mit großem Einsatz Jagd auf das Gehäuse der Piraten, die selbst praktisch „keinen Fuß auf das Eis“ brachten. Schon nach 20 Sekunden hatte Memmingens Markus Kerber die Führung auf dem Schläger. Als sich Sekunden später die Buchloer in die Angriffszone vor wagten, konterten die Heimspieler blitzschnell und Andreas Börner drosch den Puck zum 1:0 in die Maschen. Ein starkes Zusammenspiel zwischen Stefan Rott und Martin Hoffmann brachte den Hausherren das 2:0 (8., Torschütze Hoffmann).

Das gleiche Duo, unter Mithilfe von Brendan McLaughlin, sorgte auch für das 3:0: Im zweiten Versuch bediente der US-Amerikaner den völlig frei stehenden Hoffmann. Bei dessen Schuss hatte ESV-Keeper Florian Warkus, wie schon bei den ersten zwei Gegentoren, keine Abwehrchance (17.). Von den Buchloern war im gesamten Abschnitt nichts zu sehen. Bei der einzig nennenswerten Offensivaktion wurde Tobias Kastenmeier im letzten Moment vom herausragenden Hoffmann mit einem Hechtsprung von hinten fair gebremst (5.).

Kurz nach Wiederbeginn erzielten die Buchloer dann aber mit zwei Mann Überzahl das 1:3. Auf Vorarbeit von Patrick Weigant und Sean Muncy konnte Kastenmeier ins leere Tor vollenden (22.). Ibelherr hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden, denn nun zeigten sich die Buchloer stark verbessert. Der Trainer formierte zudem seine erste Sturmreihe neu: Marc Weigant spielte nun an der Seite von Muncy und seines Bruders Patrick, Oliver Braun rückte in die Abwehr. Das trug auch Früchte, denn in der 29. Minute traf Patrick Weigant im Alleingang bei numerischer Unterlegenheit sehenswert zum 2:3.

Sozusagen mit einem doppelten Blackout stoppten die Buchloer selbst ihre Aufholjagd: Nach einem Wechselfehler konnte Memmingens Routinier Derek Switzer ganz allein auf Warkus zu kreuzen, der Keeper blieb jedoch Sieger des Duells. Sekunden später servierten die Buchloer vor dem eigenen Tor höchst selbst den Puck für Andreas Börner. Der ließ sich nicht lange bitten und traf zum 4:2 (35.). Doch damit nicht genug der bitteren Pillen: Das Schlussdrittel war erst 29 Sekunden alt, da pfiff der Schiedsrichter einen Zweikampf an der Bande mit Sean Muncy ab. Während die Buchloer Spieler und Fans keinen Regelverstoß erkennen wollten, sah der Mann in Schwarz-weiß einen Check gegen den Kopf des Gegenspielers und schickte Muncy für zwei plus zehn Minuten auf die Strafbank.

Damit waren die Piraten für den Endakkord einer ihrer besten Waffen beraubt. Außerdem nutzte Börner die Überzahl für die Vorentscheidung zum 5:2. Wie schon zu Spielbeginn hämmerte er nach exakt 49 gespielten Sekunden den Puck ins Tornetz, erzielte damit seinen dritten Treffer. Zwar gaben sich die Piraten noch nicht geschlagen, doch wollte ihnen partout kein Treffer mehr gelingen. Die beste Chance verpasste Marc Weigant mit einem an ihm verschuldeten Penalty. Sein Versuch war gut geschossen, doch Memmingens souveräner Torwart Martin Niemz parierte glänzend mit der Stockhand (48.). Nachdem auch noch Christopher Lerchner (51.) sowie bei Überzahl Muncy und Bohdan Kozacka (jeweils 52.) gescheitert waren, schwammen den Buchloern die Felle davon. Als die Indians kurz vor Schluss noch einmal zu einem Powerplay ansetzen durften, machte Switzer mit dem sechsten Memminger Tor alles klar (57.).

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