Piraten beenden Saison mit AuswärtssiegESV Buchloe

Piraten beenden Saison mit AuswärtssiegPiraten beenden Saison mit Auswärtssieg
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Sowohl Miesbach, Pfaffenhofen als auch die Buchloer Piraten hatten noch die Chance, Rang 2 in der Tabelle zu erobern. Doch trotz des 3:2 (0:0, 0:2, 2:0, 1:0) nach Penaltyschießen reichte es für die Freibeuter am Ende nicht ganz zur Sensation, denn die Icehogs aus Pfaffenhofen ließen zeitgleich beim 4:1-Sieg in Peißenberg nichts anbrennen und sicherten sich dadurch als letztes Team die Teilnahme am Halbfinale.

Sowohl Buchloe als auch die heimischen Miesbacher starteten hoch motiviert und mit viel Elan in die alles entscheidende Partie. Aber zunächst wollte auf keiner Seite ein Tor gelingen. Das lag zum einen an den beiden Torhütern, zum anderen aber auch an der teilweise

fahrlässigen Chancenverwertung. So scheiterte Jungstürmer Tobias Streit bereits nach 3 Minuten in aussichtsreicher Position an TEV-Goalie Anian Geratsdorfer. Auf der Gegenseite landete ein abgefälschter Schuss nur knapp neben dem Buchloe Gehäuse (6.) und in der 15. Spielminute rettete der gewohnt überragende Stefan Horneber bei einem Flachschuss aus der Drehung (16.). Sekunden vor der Pause hatte Patrick Weigant dann die riesen Möglichkeit per Alleingang die Gennachstädter in Führung zu bringen. Die Scheibe flog aber hauchdünn am Tor vorbei, sodass es für beide Teams erst einmal torlos in die Kabinen ging. 

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Hausherren zu Beginn nochmals den Druck. Und obwohl die Buchloer weiterhin leidenschaftlich kämpften und ackerten, brachten die Oberbayern den ESV mit frühem, aggressiven Vorchecking immer wieder gehörig in Bedrängnis. So musste Stefan Horneber gleich zweimal gegen Andreas Veicht Kopf und Kragen riskieren, um den Rückstand zu verhindern (23.). Wenige Sekunden später war aber auch er bei einem abgefälschten Schuss von Alan Reader in Überzahl chancenlos. Keine 3 Minuten später zeigte sich das gleich Bild: Zunächst rettete der Buchloer Schlussmann sensationell bei einem Alleingang, ehe er Sekunden später erneut geschlagen war. Stefan Kirschbaum hatte nach einem Bullygewinn im Buchloer Drittel ansatzlos abgezogen und damit die Führung für seine Farben auf 2:0 ausgebaut (26.). Gegen Ende des Drittel konnten sich die Pirates wieder etwas befreien und hatten ihrerseits noch gute Torgelegenheiten. Doch das Miesbacher Tor schien bei den Versuchen von Christian Warkus (39.) sowie den Weigant-Zwillingen wie vernagelt.

Trotzdem gaben sich die wackern ESV´ler zu keiner Zeit auf und fighteten weiterhin vorbildlich. Und dementsprechend war der Anschlusstreffer durch Toptorjäger Patrick Weigant im Powerplay eine Minute nach Wiederanpfiff  der verdiente Lohn (41.). In der Folge entwickelte sich ein packender Schlagabtausch mit offenem Visier. Miesbach brauchte unbedingt zwei weitere Treffer und die Buchloer wollten ihren mitgereisten Fans einen erfolgreichen Abschluss bescheren. So gab es Chancen, hüben wie drüben, wobei sich Stefan Horneber immer mehr zum unüberwindbaren Fels herauskristallisierte. Zigmal scheiterten die Miesbacher Stürmer am herausragenden Buchloer Schlussmann und bissen sich sprichwörtlich die Zähne aus. Am Ende setzten die Gastgeber alles auf eine Karte und nahmen trotz Führung eine Minute vor Schluss den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. So konnte Peter Westerkamp mit seinem Empty-Net-Tor zum 2:2 doch noch den Buchloer Ausgleich erzielen (60.) und sein Team damit für eine tolle moralische Leistung belohnen. Im anschließenden Penaltyschießen verwandelten die beiden Weigant-Zwillinge ihre Versuche eiskalt, wohingegen die Hausherren Ersatzmann Sebastian Reisinger - der Horneber im Shootout ersetzte - zweimal nicht überwinden konnten.

Dadurch sicherten sich die Piraten im letzten Saisonspiel noch einmal einen Sieg und feierten somit einen gelungenen Abschluss einer überaus erfolgreichen Saison. Zwar hat es für den ESV schlussendlich nicht ganz für die Sensation „Halbfinale“ gereicht, aber mit Rang 5 nach der Vorrunde und einer bis zum Ende spannenden Zwischenrunde spielten die Freibeuter ihre beste Saison nach dem Bayernliga-Aufstieg 2008. Auch Piraten-Coach Kozacka zeigte sich in seiner Premierensaison hochzufrieden mit seinen Schützligen, die stellenweise tolles und begeisterndes Eishockey ihren Fans präsentierten und jetzt in die verdiente Sommerpause gehen.