Pinguine steigen ab

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Der ESV Pinguine Königsbrunn ist nach einem fast dreistündigen, aufopferungsvollen Kampf durch eine 5:7 (2:1, 2:0, 1:6)-Niederlage beim ERC Sonthofen in die Landesliga abgestiegen. Die Tragik des Sonntagabends wird den zahlreichen Eishockeyfans vor Ort noch lange in Erinnerung bleiben, denn beide Teams haderten mit Schiedsrichterentscheidungen.

Die Wut der Pinguine war nach Spielende groß, und die beiden Schiris konnten nur unter zahlreicher Polizei- und Ordnerhilfe ihre Kabine aufsuchen. Mit großem Engagement gingen die Pinguine in das entscheidende Spiel, doch schon in den ersten Minuten hagelte es die ersten Strafzeiten. Nutznießer war der ESV, der mit zwei Mann mehr durch Max Holzmann in Führung ging, zwar kurz darauf ein Unterzahlgegentor hinnehmen musste, das Vladislav Gossmann aber noch im selben Überzahlspiel beantwortete. Der zweite Abschnitt lief ebenso wie der erste. Ein Spielfluss kam nicht auf – immer wieder hagelte es neue Strafzeiten. Trotz der immer wieder unterbrochenen Partie zeigten die Pinguine ihre Stärke durch zwei weitere Tore von Michael Polaczek und Alexander Krafczyk.

Den Start in das letzte Drittel verschliefen die Pinguine gewaltig, denn mit einem Doppelschlag zum 3:4 war Sonthofen zurück, aber Michael Heichele nagelte die Scheibe nur wenig später ins gegnerische Tor. Zu diesem Zeitpunkt war der ERC geschlagen und das dritte Spiel schien erreicht. Dann folgte aber die umstrittenste Entscheidung. Krafczyk umspielte Gegenspieler Keintzel, der daraufhin ungebremst in den Pinguinstürmer rauschte und sich dabei eine offene Platzwunde zuzog. Als die Situation nach einer Auseinandersetzung beruhigt , sprachen die Spielleiter fünf Minuten und eine Spieldauer gegen Krafczyk und gegen Wolf 2+2+Spieldauer aus. Keintzel kam ungestraft davon. In der folgenden 3:5-Unterzahl kassierte man den Ausgleich und nur kurz darauf das 5:6. Nun war der Wille des ESV gebrochen und Sonthofen machte per Schuss ins leere Tor den Sack zu. Nach elf Jahren Bayernliga tritt der ESV Pinguine Königsbrunn erstmals niedriger denn je in der bayrischen Landesliga an.