Pinguine schaffen Klassenerhalt

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Ende, aus und vorbei. Der ESV Pinguine Königsbrunn sicherte sich mit einem 2:1 (2:1, 0:0, 0:0) im dritten und entscheidenden Play-down-Spiel am Sonntagabend gegen den EV Fürstenfeldbruck den Klassenerhalt in der Bayernliga.

Nach der Freitagspleite war man sich in beiden Lagern einig, dass der Vorteil nun wieder auf Seite des EVF liegen würde. Dies schien die Spieler der Pinguine aber kein bisschen zu berühren, denn diese begannen deutlich verbessert und mit viel Agilität. Nachdem bislang die Torhüter auf beiden Seiten unglaubliches geleistet hatten, sollte Gästekeeper Severin Dürr nach knapp vier Minuten ein folgenschwerer Fehler unterlaufen, denn Michael Polaczek lupfte die Scheibe mit der Rückhand über die Torwartschulter ins Tor. Damit wechselte der Vorteil natürlich auf Königsbrunner Seite, denn nun musste Fürstenfeldbruck mitspielen. Und das geschah, denn es entwickelte sich zeitweilig das wohl beste Spiel der Serie, in dem beide Teams mit halbwegs offenem Visier spielten. Nun zeigten aber die Hauptakteure beider Teams, nämlich Heringer und Dürr, erneut ihr Können. In der 15. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Erst gelang den Gästen der Ausgleich, gefolgt von massiven Protesten der Pinguine, 16 Sekunden später folgte die entsprechende Szene rund um das andere Gehäuse, denn diesmal stocherte Vladislav Gossmann die Scheibe über die Linie und die Gästespieler beschwerten sich nun ihrerseits massiv bei den Unparteiischen. Den Pinguinen bescherte das Tor bis Drittelende eine wahre Drangphase, den der EVF wirkte wie benebelt.

Das zweite Drittel begann mit einer unglaublichen Parade von Heringer, der am Boden liegend einen Schuss aus einem knappen Meter mit der Fanghand wegfischte und den Ausgleich verhinderte. Fürstenfeldbruck, unterstützt von gut 200 Fans, erspielte sich durchaus gute Chancen, scheiterte aber in regelmäßigen Abständen, doch auch die Pinguine konnten ihre Gelegenheiten nicht nutzen. Negativer Höhepunkt war eine schwere Verletzung von Verteidiger Stefan Härtl, der unglücklich von einem gegnerischen Stock getroffen wurde und bewusstlos zusammenbrach. Die Folge war ein umgehender Transport ins Krankenhaus, die Diagnose Schleudertrauma und eine Nacht in der Bobinger Klinik.

Die letzten 20 Minuten der Saison boten noch einmal Adrenalin pur. Beide Teams verzichteten auf ein Abtasten und drückten das Tempo erstmalig in der Serie auf ein hohes Level. Somit gab es viele Torszenen, doch die Teufelskerle vor den Toren waren unbezwingbar. Es dauerte bis zur 58. Minute ehe die Pinguine in Unterzahl gerieten. Fürstenfeldbruck versuchte alles und nahm Dürr vom Eis. Dazu kam in der letzten Minute eine weitere Strafe gegen die Pinguine. Zum Glück wanderte nur Sekunden später ein Spieler des EVF unter lautstarkem Protest auf die Strafbank, kurz darauf gefolgt von einem Teamkollegen. Massive Beschwerden und eine 10 Minuten Strafe waren die Folge auf Seiten der Gäste. Nun hatten die Pinguine ihrerseits Überzahl und brachten die Partie und die Saison endlich zu Ende.

Tore: 1:0 (4.) Polaczek, 1:1 (15.) Hacker, 2:1 (15.) Gossmann. Strafen: Königsbrunn 12, Fürstenfeldbruck 22 + 10 (Schreiber).