Pinguine müssen in drittes Spiel

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Im zweiten Spiel der Play-downs in der Bayernliga kassierte der ESV Pinguine Königsbrunn eine 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen. Damit stand fest, dass es anstatt einer ersehnten Entscheidung ein drittes und entscheidendes Spiel am Sonntagabend in der Königsthermeneishalle geben würde.

Mit breiter Brust waren die Rot-Weißen angereist, doch auf dem Eis schienen alle guten Vorsätze vergessen zu sein. Anstatt konzentriert auf die Fehler der Gastgeber zu lauern nutzten diese bereits nach zwei Minuten einen Fehlpass des ESV und schoben zur umjubelten Führung ein. Damit schockte der EVF die Pinguine sichtlich, die auf dem langsamen und stumpfen Eis keinerlei Mittel fanden, konstruktiv in das gegnerische Drittel zu kommen. Clever dagegen die Strategie der Crusaders, denn diese zogen sich nach ihrem Tor ein wenig zurück, woraufhin fast zehn Minuten lang keine Torchance, die diesen Namen auch verdient hätte entstand. Stattdessen beschränkten sich die Teams auf Fehlpässe und Handgelenkschüsse von hinter der blauen Linie. Erst gegen Ende des ersten Drittels gelang es den Pinguinen ein wenig Druck aufzubauen, doch Gelegenheiten blieben Mangelware.

Auch das zweite Drittel begann auf ähnlich schwachem Niveau, doch die Spieler des EVF merkten, dass sie diesmal einen Sieg holen könnten. Von Minute zu Minute wurde Fürstenfeldbruck gefährlicher und in der 27. Minute gelang der zweite Treffer. Ein Schock für die fast 100 Königsbrunner Fans, die versuchten die Mannschaft nach vorne zu peitschten. Als ob das zweite Tor nötig war, schienen sich die Spieler von Trainer Hurtik nun wacher zu präsentieren. Ab Mitte des zweiten Abschnitts übernahmen die ESVler das Kommando und kamen gegen konditionell abbauende Brucker zu guten Einschussmöglichkeiten. In der 33. Minute wurde dies umgehend belohnt, denn Andreas Klundt traf in Überzahl. Kurz darauf erzielte Michael Polaczek den Ausgleich, doch die Schiedsrichter hatten bereits vorher abgepfiffen und gaben das Tor folgerichtig nicht.

Der Ausgleich vertagte sich somit auf die letzten 20 Minuten. Nun hatten die Pinguine die Partie im Griff und erneut Andreas Klundt konnte den Ausgleich feiern. Als nach 50 Minuten das letzte Mal die Seiten gewechselt wurden, in Freieisstadien ist dies Pflicht, sollte der EVF das Tor des erneut gut aufgelegten Clemens Heringer fast nicht mehr aus der Nähe sehen, aber den Druck den die Königsbrunner nun aufbauten, konnten diese nicht in Zählbares umwandeln.

Es hieß also erstmals seit Jahren, dass die Entscheidung in einer Verlängerung gesucht werden würde. In dieser bot sich nach knapp zwei Minuten die große Chance auf den Sieg, als zwei Spieler der Gastgeber auf die Strafbank mussten. Doch der ESV präsentierte sich einfalls- und ideenlos und anstatt einen Mann freizuspielen wurde aus allen Lagen geschossen, doch Severin Dürr im gegnerischen Tor hielt alles. Nach Ablauf der Überzahl blieben die Pinguine tonangebend und drückten auf den Siegtreffer, der aber nicht mehr gelingen sollte.

Das Penaltyschießen brachte dann die Entscheidung, denn Fürstenfeldbruck konnte die ersten beiden Versuche versenken, bei den Pinguinen scheiterten dagegen die Schützen Arnold, Polaczek, Ullmann und Klundt.

Tore: 1:0 (3.) Schreiber, 2:0 (27.) Dornbach, 2:1 (33.) Klundt, 2:2 (48.) Klundt, 3:2 (70.) Schreiber (entscheidender Penalty). Strafen: Fürstenfeldbruck 18, Königsbrunn 12 + 10 (Polaczek) + 10 (Holzmann).