Pinguine gewinnen gutes Spiel gegen Nürnberg

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Ein sehr gutes Bayernligaspiel sahen die über 400 Zuschauer am Sonntagabend in der Hydro-Tech-Eisarena. Am zweiten Spieltag bezwang der ESV Königsbrunn den EHC 80 Nürnberg mit 4:3 (2:1, 1:1, 1:1) und fuhr die ersten drei Punkte ein.

Nach der Niederlage am Freitag in Schweinfurt zeigte sich Trainer Hans Rothkirch „erfreut, dass der Sieg gelang, nachdem meine Mannschaft auch diesmal wieder sehr viel investiert hat“. Mit einem Augenzwinkern sagte Rothkirch, „dass es mir ebenfalls lieber gewesen wäre, wenn es am Ende weniger spannend gewesen wäre. Aber meine Spieler haben erneut zu viele Chancen liegen gelassen“.

Vom ersten Bully an präsentierte sich der ESV vom Auswärtsspiel in Franken gut erholt. Juniorenspieler Marc Streicher wurde von Rothkirch in die erste Mannschaft beordert, da Michael Heichele, der drei bis vier Wochen fehlen wird, und Dominic Erhard durch seine Spieldauerstrafe gesperrt war, nicht zur Verfügung standen. Nürnberg zeigte sich als erwartet unangenehm, allerdings versäumten es die Pinguine bereits in den ersten Minuten vorzulegen. Die Bestrafung erfolgte, wie am Freitag, zügig, denn die Gäste gingen mit der ersten größeren Chance in Führung. Diese egalisierte Benjamin Arnold mit einem schönen Solo, ehe Patrick Weigant nur kurz darauf die stimmungsvolle Kulisse zum Toben brachte.

Nach der Pause kam der ESV mit sehr viel Zug zurück. Dieser wurde, auch wenn erneut die ersten Chancen ausgelassen wurden, durch Patrick Ullmann, ausgerechnet in eigener Unterzahl, zum 3:1 umgesetzt. Wer nun aber erwartete, dass sich der als Spitzenreiter angereiste EHC geschlagen geben würde, hatte nicht mit dem „Oldie der Liga“, Sergej Hatkevitch, der 42 Jahre alt ist, gerechnet. Dieser verkürzte zur Spielmitte. Patrick Ullmann hatte nur eine Minute später die Gelegenheit per Penalty auf 4:2 zur erhöhen, scheiterte aber am starken, erst 17-jährigen Schlussmann Nürnbergs.

Den vierten Treffer, sowohl für die Pinguine als auch für sich selbst, erzielte wiederum Patrick Weigant, der in Überzahl nach knapp 48 Minuten einnetzte. Doch auch diesmal war Hatkevitch der Spielverderber, der neun Minuten vor Ende die Gäste im Spiel hielt. Nun wurde die Mannschaft von Rothkirch etwas unruhig, denn der EHC setzte die Pinguine, bei denen mittlerweile Kapitän Stefan Härtl grippekrank passen musste, stark unter Druck. Doch die Abwehr um Torwart Jan Pospisil hielt diesem stand. Sinnbildlich für die unnötige Spannung war wenige Sekunden vor Ende eine Großchance der Pinguine, die aus kurzer Distanz am leeren Tor, Nürnberg hatte den Torwart zugunsten eines weiteren Angreifers vom Feld genommen, vorbeischossen. Trotzdem behielten die Pinguine das gute Ende für sich und holten verdient drei Punkte.

Tore: 0:1 (13.) Reiser, 1:1 (15.) Arnold (Klundt), 2:1 (17.) Weigant, P. (Polaczek, Weigant, M.), 3:1 (27.) Ullmann (Härtl), 3:2 (32.) Hatkevitch, 4:2 (48.) Weigant, P. (Conti), 4:3 (51.) Hatkevitch. Strafen: Königsbrunn 10 + 10 (Holzmann), Nürnberg 6.