Pinguine empfangen Schweinfurt

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Der ESV Pinguine Königsbrunn startet am kommenden Wochenende vollends in die Rückserie der Bayernliga. Am 17. Spieltag empfängt man den ERV Schweinfurt in der Hydro-Tech-Eisarena (Freitag, 20 Uhr), am Sonntag (18:30 Uhr) geht es in die fränkische Hauptstadt zum EHC 80 Nürnberg. Beide Gegner haben einen parallelen Saisonverlauf. Nürnberg startete stark, fiel aber dann bis auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Schweinfurt stand vor drei Wochen noch auf Platz zwei, rutschte aber nach fünf Niederlagen am Stück bis auf Platz zehn ab.

Dabei stellt vor allem der Kader der Mighty Dogs rein namentlich das Spitzenmodell der Liga dar. Angeführt von Spielertrainer Sergej Waßmiller trafen Spieler wie Josef Eckmair, Mike Heindl oder Marcel Juhasz bereits 82 Mal in das gegnerische Tor. Allerdings zeigte sich bereits im Hinspiel, das 3:5 aus Sicht der Pinguine endete, daß der ERV wohl nicht allzu sattelfest in der eigenen Defensive ist. Der ESV konnte dies damals allerdings nicht konsequent ausnutzen und in den ersten Spielen machte die Schweinfurter Offensive die Abwehrmängel durch entsprechende Ergebnisse wett. Umkehrpunkt war dann allerdings ein herbes 2:11 im Spitzenspiel beim TSV Peißenberg, dem weitere 29 Gegentore in den letzten vier Spielen folgten. Seitdem ist die Stimmung im Umfeld des vor der Saison zum Meisterschaftsfavoriten ernannten Teams umgeschlagen und die Fans protestierten erstmals beim letzten Heimspiel gegen Erding. Helfen soll nun auch eine weitere namhafte Verpflichtung, denn von Oberligist Leipzig wechselt Stürmer Alexander Funk nach Schweinfurt. „Es ist ein wichtiges Spiel für beide, aber Schweinfurt kann es sich derzeit nicht erlauben zu verlieren“ analysiert Trainer Hans Rothkirch. „Aber wir haben bereits im Hinspiel sehr gut gespielt und werden auch diesmal alles daran setzen zu gewinnen“.

In der Krise befindet sich seit Wochen der EHC 80. Einem guten Start, nur unterbrochen von der 3:4-Niederlage in Königsbrunn folgte der Einbruch, der sich wohl an einer Personalie festmachen lässt. Der erst 17-jährige Nummer eins Torwart Niklas Treutle, der auch im Hinspiel fabelhaft gehalten hatte, wechselte nach nur sieben Spielen in die DEL zu den Sinupret Ice Tigers. Dazu kommt die Abhängigkeit von Sergej Hatkevitch, dem in den letzten Spielen kaum mehr Punkte gelangen, so daß dementsprechend der Erfolg ausblieb. Somit belegen die „80er“ derzeit den vorletzten Tabellenplatz mit 16 Punkten.

Die Pinguine arbeiten trotz eines leeren Spielermarktes weiter an einer Verstärkung des Kaders. Im Zuge dessen wurde der langjährige Nachwuchsspieler Robin Pandel, der sich seit Eisbeginn im Training der ersten Mannschaft bewährt hat, lizenziert. Der 1,90 Meter große und 82 Kilogramm schwere, 21-jährige Königsbrunner wird mit der Nummer 25 auflaufen und kann sowohl in der Verteidigung als auch im Sturm eingesetzt werden.