Pinguine besiegen Schongau

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Hans Rothkirch war zufrieden. „Es war ein wichtiger Sieg, es freut mich für meine Mannschaft“, sagte der Trainer des Bayernligisten ESV Königsbrunn nach dem 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)-Testspielsieg gegen die EA Schongau. Am Freitag unterlag man hingegen dem Ligakonkurrenten ECDC Memmingen mit 2:6 (0:2, 2:2, 0:2).

Zum Spiel nach Memmingen fuhr man nach der ersten durchgehenden Trainingswoche, allerdings mit dem Handicap, dass die Nummer Eins im Pinguintor Clemens Heringer erkrankt ausfiel. Damit feierte Eugen Schaf sein Saisondebut und „machte seine Sache wie auch am Sonntag wirklich sehr gut“ so Rothkirch. Allerdings kamen die Pinguine gegen die Gastgeber schwer ins Spiel und man merkte deutlich die unterschiedlichen Trainingsphasen der Teams. Die Indians wirkten von Beginn an schneller und gedanklich frischer. Die Folge war eine Memminger 2:0 Führung nach dem 1. Drittel. Zur Spielhälfte sorgten die Allgäuer mit der Einwechslung von Torhüterin Jennifer Harß für ein Novum im bayrischen Eishockey, denn erstmals spielte eine Frau in der Bayernliga. Sie konnte kurz darauf dass 3:0 ihrer Kollegen bewundern. Allerdings zeigten die Pinguine altbekannte Tugenden und kämpften um den Anschluss. In der 37. Minute gelang Benjamin Arnold (Vorlage: Kerber, Ullmann) das 1:3, nur 68 Sekunden später schloss Matthias Aßner einen Alleingang souverän zum Anschluss ab. Doch zum Leidwesen des ESV konterte Memmingen mit dem 4:2 weitere 26 Sekunden später. Im letzten Abschnitt erzielten die Indians, die „stärker waren und verdient gewonnen haben“ noch zwei Treffer zum Endstand. „Die Niederlage ist allerdings kein Beinbruch“ sagte Rothkirch im Nachhinein. „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns steigern und als Team weiter zusammenwachsen.“

Schongau sollte dies zu spüren bekommen, allerdings „müssen wir einfach effektiver vor dem Tor werden“. Von Beginn an drückten die Pinguine auf das Gästetor und Benjamin Arnold (Vorlage: Heichele) belohnte dies mit der frühen Führung. Doch die Mammuts hielten dagegen und glichen mit dem ersten Überzahlspiel aus. „Die Jungs haben in der Folge das Tempo hochgehalten, gekämpft und waren ständig in Bewegung, aber bei fast 50 Torschüssen muss mehr herausspringen“ so der größtenteils zufriedene Pinguintrainer. Anfangs des zweiten Drittels verflachte die Partie ein wenig, Schongau kam besser in die Partie und ging etwas überraschend in Führung. Michael Kerber nutzte dann eines der zahlreichen Überzahlspiele zum Ausgleich, ehe Dominik Hägele eine wunderschöne Kombination über Matthias Aßner und Zdenek Vanc zum 3:2 versenkte.

Die Pinguine schienen nun auf der sicheren Seite, doch Mitte des letzten Abschnitts gelang Schongau das 3:3. In der Hoffnung noch den Siegtreffer zu landen drückten die Königsbrunner erneut auf das Schongauer Tor, doch die vielen Schüsse waren einfach zu unplatziert. Als niemand mehr damit rechnete gelang Matthias Aßner (Vorlage: Böck, Härtl) zehn Sekunden vor Spielende der Siegtreffer. Damit holte der ESV im vierten Test den ersten Sieg.

Memmingen – Pinguine

Tore: 1:0 (9.) Augst, 2:0 (17.) Löhle, 3:0 (31.) Nagle, 3:1 (37.) Arnold, 3:2 (39.) Aßner, 4:2 (39.) Löhle, 5:2 (55.) Micheler, 6:2 (58.) Valenti. Strafen: Memmingen 22, Königsbrunn 18.

Pinguine – Schongau

Tore: 1:0 (5.) Arnold, 1:1 (9.) König, 1:2 (23.) Strodel, 2:2 (29.) Kerber, 3:2 (35.) Hägele, 3:3 (49.) Linke, 4:3 (60.) Aßner. Strafen: Königsbrunn 10, Schongau 26 + 10 (Kinker) + 10 (Lupac).