Perfektes Wochenende für die Pirates

Perfektes Wochenende für die PiratesPerfektes Wochenende für die Pirates
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In der sehr kämpferischen Partie am Bodensee besorgte Sven Curmann sehr routiniert schon bei der ersten Überzahlgelegenheit die 1:0-Führung (6.). Die heimischen Islanders des EV Lindau legten daraufhin einen Zahn zu, fanden aber in der Piratenabwehr oder spätestens beim bravourösen Keeper Florian Warkus ihren Meister. Bei ihren Gegenstößen wirkten die Buchloer da torgefährlicher: Der spielfreudige Tobias Kastenmeier hatte mit feinem Hintertorpass Matthias Ziegler bedient, bei dessen Versuch – genauso wie beim Nachschuss von Adrian Hack – sich Lindaus Torwart-Oldie Waldemar Quapp aber auf dem Posten zeigte (18.).

Im Ausnutzen gegnerischer Strafzeiten waren die Pirates diesmal unerbittlich: Nachdem der etwas überambitionierte Ex-Pirat Dominik Mahren in der Kühlbox Platz genommen hatte, setzte Patrick Weigant zu einem unwiderstehlichen Solo an, das er mit einem Schuss unter die Querlatte exakt acht Sekunden vor der Pausensirene zum 2:0 abschloss. Mit dem Vorsprung im Rücken massierten die Buchloer im Mitteldrittel die Defensive. Erst in der 28. Minute musste Warkus gegen Lindaus Christof Hehle den Vorsprung festhalten.

Völlig unnötig ließen sich die Piratenverteidiger kurz danach an der gegnerischen Blauen Linie überrumpeln. Nutznießer war ausgerechnet Mahren, der zum 1:2 konterte (29.). Äußerst schlitzohrig staubte Sean Muncy kurz danach ab und stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her (35.). Gegen Ende des Abschnitts verhängte der Schiedsrichter Strafzeiten gegen beide Weigant-Brüder, wobei Marcs Vergehen wegen „Behinderung“ sehr zweifelhaft war. Mit drei gegen fünf Mann mussten die Buchloer das 3:2 durch Jiri Kunce hinnehmen (40.).

Patrick Weigant hatte zu seinen zwei auch noch zehn Minuten Disziplinarstrafe aufgebrummt bekommen. Daher musste ihn Bruder Marc in der ersten Hälfte des Schlussdrittels im ersten Sturm an der Seite von Muncy und Oliver Braun vertreten. Und das tat Marc, wie man es von einem Zwillingsbruder erwarten kann: Nach einem Schuss von Christopher Lerchner verwertete er im Powerplay den Abpraller zum 4:2 (46.).

In der Schlussphase geriet Lindaus Stephan Trolda zum unfreiwilligen Hauptdarsteller: Bei einer Großchance wollte er den Torwart abgeklärt umspielen, doch Warkus ließ sich nicht überlisten (52.). Wenig später wurde der EVL-Spieler wegen versuchten Stockstichs mit 2+2+10 Strafminuten vorzeitig zum Duschen beordert (54.). Es folgten zwei weitere Hinausstellungen von Lindauer Spielern. Damit beraubten sich die Islanders selbst ihrer letzten Chancen, das Spiel noch einmal zu drehen, obwohl auch drei Buchloer in der Endphase noch Strafzeiten erhielten. Insgesamt verhängten die nicht immer sicheren Schiedsrichter 14 + 10 (Quapp) + 10 Minuten (Trolda) gegen Lindau und 14 + 10 (P. Weigant) gegen Buchloe.