Perfekter Auftakt für die Black HawksBlack Hawks Passau

Perfekter Auftakt für die Black HawksPerfekter Auftakt für die Black Hawks
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Kurz vor halb sieben zelebrierte Stadionsprecher Oliver Czapko am Sonntagabend den Einlauf der Passau Black Hawks und die Fans sorgten bereits hier für Gänsehaut. Eine akustisch grandiose Kulisse für den Ligaauftakt in der Eisarena. Wie für das erste Ligaspiel zu erwarten begannen beide Mannschaften vorsichtig und zum Teil nervös, so dass in den ersten Minuten kaum Spielfluss aufkommen wollte. So dauerte es bis zur vierten Spielminute bis Andi Popp den ersten ernstgemeinten Warnschuss auf das Gästetor abfeuerte. Dies wirkte in der Folge für die Black Hawks aber wie ein Weckruf. Nur wenige Sekunden später war es der Spielertrainer selbst, der nach einem Schuss aus der Halbdistanz von Tobias Artmeier den Abpraller von Goalie Andreas Grönke über die Torlinie bugsierte. Die zweite Sturmreihe um Kontingentstürmer Michal Plichta nutzte dann ihre nächste Eiszeit ebenfalls zu ihrem ersten Treffer. Mit einem schönen Handgelenkschuss unterstrich der Tscheche seine feine technische Klinge. In der sechsten Minute konnten sich die Gäste dem wachsenden Druck der Black Hawks nur noch mit zunehmender Härte erwehren. Ein heftiger Bandencheck von Marco Zeus an Maximilian Helling brachte die erste Überzahlmöglichkeit für Passau. Außer einer schönen Kombination, bei der Plichta aber nur den Pfosten traf, wirkte das Powerplay noch etwas hölzern. Dies sollte sich im Laufe des Spiels aber noch bessern. In den nächsten Minuten waren die Eishockeyfreunde drückend überlegen, aber das 3:0 wollte nicht fallen. Hawks-Goalie Christoph Zawatzky hingegen war fast beschäftigungslos. Erst in der 16. Minute musste er bei einem Distanzschuss von Janosch Johannes eingreifen und lenkte den Puck gekonnt über die Latte. So blieb es nach dem ersten Drittel bei einer zu knappen Passauer Führung.

Die Überlegenheit der Dreiflüssestädter zeigte sich auch zu Beginn von Abschnitt zwei, aber auch hier wollte das mittlerweile hochverdiente dritte Tor nicht fallen. Etwas mehr als drei Minuten waren im Drittel gespielt als wieder Maximillian Helling Opfer eines brutalen Selber Fouls wurde. Der Check gegen den Kopf von Florian Lüdtke wurde entsprechend auch mit einer zusätzlichen 10-Minuten-Strafe geahndet. Trotz jetzt flüssigerer Kombinationen brachte die folgende Überzahl nichts Zählbares. Die Strafe gegen Lüdtke war bereits abgelaufen als Neuzugang Tobias Artmeier mit einem traumhaften Handgelenksschuss die Chancenverwertung wieder ins Positive zog. Endlich das 3:0 für die Habichte. Nur wenige Sekunden später dann gleich das 4:0, als Michal Plichta nach einem Schuss von Friedl abstaubte. Die Auszeit, die nun Gästetrainer Grögor nahm brachte aber nicht die erhoffte Ruhe ins Selber Spiel. Wenig später die nächste Strafe gegen die Gäste, die durch den äußerst knappen Spielerkader zunehmend auch konditionelle Probleme bekamen. Ein schnell aufgebauter Spielzug über Stefan Friedl und Michal Plichta ließ Vladimir Gomov am rechten Eck völlig frei einnetzen. Der herausragenden Vorbereitung folgte wenig später ein Kabinettstückchen des Tschechen. In der 33. Minute besorgte Plichta mit einem Rückhandschlenzer das 6:0. Sebastian Schade hätte dann mit einem groben Stockfoul fast die Offensivbemühungen des Passauer Kontingentstürmers jäh gestoppt, doch der konnte nach kurzer Verletzungspause und den heilenden Händen von Dr. Beyer wieder weitermachen. In Überzahl erhöhte Andi Popp erst auf 7:0 und wenig später erzielte Tim Hirtreiter mit einem Schlenzer von der blauen Linie den achten Treffer des Abends. Daraufhin war der Abend für Gästetorhüter Grönke zu Ende und er machte Platz für Max Gatscha. Kurz vor Ende des Drittels verdarb Ex-Oberligist Schade Zawatzky mit einem Schuss aus der Drehung den durchaus möglichen Shutout.

Im letzten Abschnitt bekamen bei den Black Hawks die Youngster immer mehr Eiszeit und lieferten eine mehr als ansprechende Leistung ab. Ein Zwischenspurt der Habichte rund zehn Minuten vor dem Schlusspfiff schraubte das Ergebnis noch standesgemäß nach oben. Innerhalb von nur drei Minuten erzielten Andi Toth, Sebastian Hesslinger nach schöner Ablage von Plichta, Patrick Nutz und Tobias Artmeier vier weitere Treffer für die Hausherren. Mehr als genug Gründe für die stimmgewaltigen Passauer Fans die Mannschaft schon vor der Schlusssirene ausgiebig zu feiern. Trotz des deutlichen Sieges war Coach Andreas Popp nach dem Spiel nur bedingt zufrieden: „Ich bin mit der Leistung von allen heute schon zufrieden. Vor allem, da wir in dieser Woche die Reihen nochmals umgestellt haben. Aber so viele Chancen, wie wir heute liegengelassen haben, dürfen wir uns gegen Topmannschaften nicht erlauben. Michal Plichta hat ein gutes Spiel gemacht, aber das ist genau das, was man von einem Kontingentstürmer erwartet. In den nächsten zwei Wochen müssen wir weiter hart arbeiten, dass wir uns weiter verbessern.“