Penaltysieg gegen Dingofing

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Nicht ganz an die Leistung des letzten Heimspiels knüpfte der ESV Pinguine Königsbrunn am Freitagabend an. Gegen den Aufsteiger EV Dingolfing Isar Rats gelang ein 5:4 (0:0, 2:4, 2:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Nach einem Spiel, das ein Drittel lang äußerst langsam und einfallslos geführt wurde, danach aber viele Torszenen, wenn auch durch viele Fehler entstanden, bot, zeigte sich Trainer Hans Rothkirch zwiegespalten: „Es hat mir gefallen, dass wir ab Mitte des zweiten Drittels ins Spiel gefunden haben und natürlich den Rückstand aufgeholt haben und letztendlich im Penaltyschießen gewonnen haben“, lobte Rothkirch. „Allerdings verstehe ich nicht, warum gegen einen Aufsteiger, wie schon im letzten Jahr, wieder die Einstellung gefehlt hat und es keinerlei Zusammenspiel, vor allem zu Beginn, gegeben hat.“ Treffender hätte man es wohl kaum formulieren können, denn das erste Drittel bot Eishockeymagerkost. Keinem Team gelang es wirklich Spielfluss zu entwickeln. Den Gästen merkte man die herbe 2:7-Niederlage der Vorwoche in Germering an, denn Dingolfing spielte sehr verhalten, und war durch hartes Körperspiel erst einmal auf Zerstörung aus. Die Pinguine fanden kein Mittel und vor allem gelang es nicht, ein ähnliches Tempo wie im Spiel gegen Nürnberg zu entwickeln. Kläglich verstrichen dabei vor allem die zahlreichen Überzahlspiele im Anfangsabschnitt.

Erst Alexander Krafczyk erlöste kurz nach Wiederbeginn in einem fünfminütigen Überzahlspiel, der Dingolfinger Karmainski verletzte Andreas Gerstberger durch ein Foul zum Ende des ersten Drittels und musste zum Duschen, die Zuschauer. Doch seltsamerweise sorgte dies nicht für Ruhe, sondern die Gäste reagierten mehr als angemessen. Zwei Unterzahlspiele der Pinguine binnen Sekunden und schon stand es 1:2. Als kurz darauf das 1:3 kassiert wurde, reagierte Rothkirch mit einer Auszeit. Im nun torreichen zweiten Drittel konnte Dominic Erhard kurzzeitig verkürzen, aber die Gäste erhöhten erneut.

Die Rechnung sollte aber nicht zu früh gemacht werden, denn die Pinguine haben in dieser Saison Spieler, die durchaus das Tor treffen können. Diesmal war es Marc Weigant, der erst den Anschluss und fünf Minuten vor Ende den Ausgleich erzielte. Das aber gegen einen Gegner, der konditionell am Boden lag, kein Sieg in regulärer Spielzeit gelang, lag wiederum an der nach wie vor schwachen Chancenverwertung des ESV. Im Penaltyschießen sicherten Torwart Jan Pospisil und Michael Polaczek, zuvor hatte auch Marc Weigant getroffen, den Zusatzpunkt.

Tore: 1:0 (21.) Krafczyk (Arnold), 1:1 (27.) Koß, 1:2 (29.) Koß, 1:3 (30.) Schickaneder, 2:3 (35.) Erhard (Gossmann), 2:4 (38.) Koß, 3:4 (44.) Weigant, M. (Polaczek), 4:4 (55.) Weigant, M. (Weigant, P., Mayer), 5:4 Polaczek (entscheidender Penalty). Strafen: Königsbrunn 14, Dingolfing 16 + 5 + Spieldauer (Karmainski).