Penalty-Krimi ohne Happy End für die Eisbären

Aufmerksame Eisbären, der Gegner am Boden - ein Bild, das es am Sonntag aus Heilbronner Sicht zu selten zu sehen gab. (Foto: Uwe Allgeier) 
Aufmerksame Eisbären, der Gegner am Boden - ein Bild, das es am Sonntag aus Heilbronner Sicht zu selten zu sehen gab. (Foto: Uwe Allgeier)
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Dabei hatten die Eisbären sieben Minuten vor dem Ende noch 4:2 geführt, hatten sich aber durch unnötige Strafzeiten selbst um den Lohn gebracht.

Von Beginn an nahmen nicht die Hausherren das Zepter in die Hand, sondern die spritzigeren Gäste, die in der 13. Minute das 0:1 erzielten. Ab dem zweiten Drittel zeigte das Team von Trainer Kai Sellers, weshalb es sich selbst zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt. Marc Oppenländer spitzelte die Scheibe zum 1:1 ins Netz (23.) und Neuzugang Heiko Vogler traf von der blauen Linie zum 2:1 (29.). Als in der 47. Minute Oliver Hackert in Unterzahl im Alleingang auf 3:1 erhöhte, sahen sich die Eisbären auf der Siegerseite. Doch die Gäste steckten nicht auf und kamen in der 52. Minute auf 3:2 heran. 17 Sekunden später stellte Michael Filobok den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Die Freude währte jedoch nur weitere 37 Sekunden, dann verkürzte Christopher Kohn auf 4:3. Zwei Minuten vor dem Ende traf Benjamin Wildgruber sogar noch zum 4:4-Ausgleich, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste.

Dort waren zwar Heiko Vogler und Oliver Hackert für die Eisbären erfolgreich, doch Michael Filobok vergab zweimal, während Tobias Zappe, Karsten Schulz und Markus Zappe für Schwenningen ins Schwarze trafen und den Sieg für die Gäste sicherstellten. „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und zu viele Strafzeiten eingefangen“, grantelte Kai Sellers nach dem Spiel. Jetzt gilt es für die Eisbären, die Niederlage schellstens abzuschütteln und sich auf die Stuttgart Rebels zu konzentrieren, die am kommenden Freitag um 20 Uhr zum Derby in der Heilbronner Eishalle gastieren.