Ohne Dolak an die Spitze

Manuel Kunz (Mitte) versucht an Dusan Strharsky vorbeizukommen. Sebastian Meindl stört zusätlich. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)Manuel Kunz (Mitte) versucht an Dusan Strharsky vorbeizukommen. Sebastian Meindl stört zusätlich. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)
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Der neue Platz an der Sonne, war auch gleich der Anlass für einen besonderen Preis bei der Tombola. Nachdem die Rote Laterne in der Abstiegsrunde der 2. Bundesliga noch bei den Wölfe geleuchtet hatte, haben die Freiburger dafür nun keine Verwendung mehr – und brachten das „gute Stück“ unter die Leute.

Die beiden Trainer, Ravil Khaydarow (Freiburg), Pavol Jancovic (Stuttgart) und 1242 Zuschauer sahen in der Franz-Siegel-Halle einen optimalen Start des EHC Freiburg. Gleich in der ersten Spielminute musste der Stuttgarter Ron Horwath auf die Strafbank. Benjamin Stehle nutze die Chance dann auch gleich zum Führungstreffer der Freiburger. Die Rebels waren aber trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit, nur sechs Verteidiger und sieben Stürmer konnten anreisen, nicht geschockt. Sie boten dem EHC eine Partie auf Augenhöhe. Mitte des ersten Drittels konnten sie dann auch verdienter Weise durch Tim Becker ausgleichen. Auch die erneute Führung des EHC Freiburg (2:1 in Überzahl) durch Nikolas Linsenmaier gegen Ende des ersten Drittels konnten die Stuttgarter noch vor der Pause ausgleichen. Tim Becker stellte mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 die Uhren sozusagen wieder auf null. Wer glaubte, dass es so in die Kabine geht, hat die Rechnung ohne Nikolas Linsenmaier gemacht, der 24 Sekunden vor der Sirene ebenfalls seinen zweiten Treffer erzielte und somit seinen EHC Freiburg mit 3:2 in Führung brachte. Im zweiten Drittel, nachdem beim EHC nur noch mit drei Reihen gestürmt wurde, nahm der Druck auf das Stuttgarter Tor zu. Möglicherweise zeigten sich erste Verschleißerscheinungen aufgrund der geringen Personaldecke. Das Tor machten aber dennoch die Stuttgarter, die durch Miguel Tilgner ausgleichen konnten. Mehr Tore fielen im Mitteldrittel trotz aller Freiburger Bemühungen und diverser guter Einschussmöglichkeiten nicht mehr.

Im Schlussabschnitt ergab sich zunächst eine offene Partie. Es war eine Frage der Zeit, wie lange die Rebels das Tempo werden mitgehen können. Man kann wohl sagen, dass dieser Punkt in der 46. Minute erreicht war. Nur vier Minuten benötigen die Freiburger, um durch Tore von Tobias und Manuel Kunz sowie Patrick Vozar auf 6:3 davonzuziehen. Gegen Ende des Drittels gerieten die Freiburger durch Unterzahlsituationen nochmals unter Druck. Den Rebels gelang jedoch kein Treffer mehr. So hieß es am Ende 6:3 für den EHC Freiburg, der damit auch die Tabellenführung in der Regionalliga Südwest übernimmt.

Statistik:

1. Drittel: 1:0 Stehle (T.Kunz, Linsenmaier), 1:1 Horwath (Kolar, Tilgner), 2:1 Linsenmaier (T.Kunz), 2:2 Horwath (Tilgner), 3:2 Linsenmaier (T.Kunz, Vozar); 2. Drittel: 3:3 Tilgner (Horwath, Schmidt); 3. Drittel: 4:3 T.Kunz (Stehle, Linsenmaier), 5:3 M.Kunz (Linsenmaier), 6:3 Vozar (Soccio, Kern). Strafen Freiburg 16, Stuttgart 12+10.