Offensiv- Spektakel am Bodensee: Titelfavorit Bayreuth kommtEV Lindau

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Neben dem ERC Sonthofen sind die Oberfranken der ganz große Favorit um die Meisterschaft der Bayernliga und damit den Aufstieg in die Oberliga. Dorthin haben die Wagnerstädter in den letzten Jahren mit Regensburg, Selb, Schweinfurt und Weiden attraktive Derbygegner verloren. Allein schon aus wirtschaftlichen Gründen ist ein Aufstieg für den ehemaligen Bundesligisten Pflicht und wurde auch offen als Ziel ausgegeben.

Der Kader hätte jetzt schon die Qualität, eine Etage höher zu spielen: Zwar hat man mit Sergej Wassmiller (jetzt Cheftrainer), Michael Meixner und Marco Zimmermann Routiniers verloren, die ihre Karriere allesamt beendeten. Dennoch findet der sanfte Umbruch auf hohem Niveau statt: Verteidiger Christoph Kasten spielte in Frankfurt in der Oberliga und Marcel Juhasz hatte mit 28 Toren in 37 Spielen maßgeblichen Anteil am Schweinfurter Meistertitel. Mit ihm Andreas Geigenmüller und Michael Hlozek stehen drei Spieler im Kader, die letzte Saison die 20-Tore-Marke knackten. Fünf weitere Spieler, darunter Star-Verteidiger Josef Potac trafen zweistellig.

Spiele wie am Freitag gegen Buchloe oder eben beim EV Lindau sehen die Oberfranken dabei eher als Pflichtaufgabe. Wobei die erstaunliche 3:6-Niederlage gegen die in beachtlicher Frühform spielenden Pirates alles andere als einkalkuliert war. Allerdings erzielte Buchloe am Ende zwei Empty-Net-Goals. Dabei hatten die Tigers den erwartet starken Saisonstart und legten mit 10:0 in Moosburg und 8:1 gegen Pfaffenhofen gleich zwei gewaltige Hausnummern vor. Kein Wunder, dass sich gleich vier Spieler des EHC an die Spitze der Scorerwertung setzten. Allein die Parade- Sturmreihe Michael Hlozek, Marcel Juhasz und Michal Bartosch kombinierte sich zu neun Toren und 22 Scorerpunkten in den ersten beiden Spielen. Abwehrchef Potac steuerte zusätzlich zwei Tore und fünf Vorlagen bei. Gegen Buchloe gingen sie aber allesamt ohne Tor vom Eis – das soll der EVL wohl zu spüren bekommen.

„Das wird in jeder Hinsicht ein interessanter Test für uns“, sagt Trainer Pavel Mojtek mit Blick auf das zweite Spiel am Wochenende nach dem komplett misslungenen Auswärtsauftritt in Waldkraiburg (1:5). „Läuferisch und Körperlich werden wir im Grenzbereich spielen müssen.“ Gefordert ist natürlich die Defensive - wobei die Abwehrarbeit bei den Stürmern beginnt, von denen mit Matthias Schwarzbart einer der defensiv besten erneut ebenso ausfällt, wie die gesperrten Timo Krohnfoth und Markus Schweinberger. „Wir müssen da einiges wegräumen und viele Schüsse blocken, damit wir unseren Torhüter entlasten können“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Gleichzeitig werde es wichtig, in Scheibenbesitz schnell nach vorne umzuschalten und Nadelstiche zu setzen.

Dabei könnte die erfreuliche Marke von 775 Zuschauern, die die Lindauer Eishockey- Fans zum Auftakt gegen Königsbrunn bereits wackeln. „Die Zuschauer werden eine gerade in der Offensive hochklassig besetzte Mannschaft sehen, die spektakulär spielt und uns alles abverlangen wird“, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. „Für uns heißt das: Dagegenhalten, solange es geht.“ Wobei die Unterstützung der Fans die Mannschaft sicher ein Stück weiter tragen kann. Zu verlieren haben die Islanders in diesem Spiel nämlich ganz und gar nichts.