Nur noch 200 Karten übrig

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Keine 10 Minuten hat es gedauert, dann waren alle auf die Anzahl von 300 begrenzten Eintrittskarten auch im E-Center Selb vergriffen. Einige Fans mussten bei den zum Teil tumultartigen Szenen leer ausgehen. „Wenn es nach uns ginge, würden wir natürlich gerne alle Fans bedienen und mit Tickets versorgen“, mussten die Verantwortlichen etliche Anhänger vertrösten. So können sich die Selber Wölfe im Spiel gegen den EHC Bayreuth am Freitag um 20 Uhr auf ein mit 4100 Zuschauern ausverkauftes Spiel freuen. Nur noch eine kleine Restmenge, für die der Verein verpflichtet ist, diese zurück zu halten, von 200 ist noch am morgigen Freitag ab 18 Uhr an der Abendkasse erhältlich. Doch diese dürften in ähnlichem Rekordtempo verkauft worden sein.

Das Derbyfieber steigt in diesen Tagen unaufhörlich. Und die Wölfe stehen schon etwas unter Zugzwang. Zwar steht man unangefochten an der Tabellenspitze der Bayernliga. An der knappen 3:4-Hinspielniederlage knabbern aber dennoch einige Eingefleischte. Und so fallen die Spitzen aus dem Lager des EHC Bayreuth natürlich nicht immer ganz unsanft aus, schließlich hat man als Aufsteiger wenig zu verlieren. Die Erwartungshaltung im Wolfsbau ist dagegen weitaus höher.

Emotionsgeladen war schon das erste Match zwischen beiden Teams Mitte November letzten Jahres. Die Tigers kämpften über 60 Minuten, sorgten so für eine der bislang wenigen Niederlagen der Hochfranken in dieser Saison. „Bayreuth hat uns da den Schneid abgekauft, hat 120 Prozent gegeben und war uns kämpferisch absolut überlegen“, blickt Selbs Verteidiger Marc Thumm zurück, der wie seine Mannschaftskollegen alles daran setzen wird, „die Niederlage mit einem Sieg vergessen machen.“

Bei den Wölfen werden bis auf Marcel Hermle wohl alle Mann an Bord sein. Yann Jeschke konnte nach seinen Muskelfaserriss nicht mit trainieren. „Ich werde aber dabei sein und es versuchen“, verspricht der Abwehrspieler.

Völlig in den Hintergrund gerät im Derbyeifer das Gastspiel der Wölfe am Sonntag (17 Uhr) in Peißenberg. Die Eishackler gewannen ihre letzten drei Spiele am Stück. Darunter gegen Regensburg und in Waldkraiburg. Noch kämpfen die Oberbayern aber um weitere Punkte. Die Teilnahme an den Play-offs ist da die Zielsetzung der Mannschaft des Trainers Norbert Strobel. Um dieses zu erreichen, ist ein Sieg über die Wölfe von Nöten.