Nochmal zweistellig

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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„Es war mir klar, dass ein 26:1 schwer aus den Köpfen zu bekommen ist“, so Trainer Franz-Xaver Ibelherr nach dem zweiten Spiel des ESV Pinguine Königsbrunn in der Aufstiegsrunde. Dennoch gelang ein erneut hochverdienter 10:1 (1:1, 4:0, 5:0)-Erfolg gegen den ESC Vilshofener Wölfe.

Diesmal taten sich die Pinguine allerdings wesentlich schwerer als beim historischen Sieg knapp 48 Stunden zuvor. Die Gäste, die natürlich das Freitagsergebnis mitbekommen hatten, spielten extrem defensiv. Offensivaktionen des ESC waren Mangelware, während die Königsbrunner mit zu wenig Tempo und Willen agierten. Erst eine Strafzeit der Gäste brachte die letztendlich verdiente Führung, die aber postwendend, ebenfalls in Überzahl egalisiert wurde. Ein Zwischenstand, der die Kräfteverhältnisse zwar keinesfalls widerspiegelte, aber Belohnung des taktischen Verhaltens Vilshofens war.

Es schien dennoch nur eine Frage der Zeit bis den Vilshofenern der Dauerdruck der Pinguine zusetzen würde. Zu überlegen präsentierte sich der ESV. Zu Hilfe kamen den Gastgebern die immer zahlreicher werdenden Strafzeiten der Gäste. Nach dem dritten Treffer der Königsbrunner, es war nur eines von zwei Treffern bei gleicher Anzahl Spielern auf dem Eis, war der Widerstand endgültig gebrochen. Zwischen Minute 38 und 48 schlug es infolgedessen gleich sieben Mal im Tor des ansonsten sehr gut aufgelegten Torhüters der Wölfe ein. Dabei sorgten Roman Mucha und Patrick Ullmann für ein absolutes Novum und ein Ereignis das an den Rekorden des Eishockey rütteln dürfte, denn binnen 18 Sekunden gelangen den beiden Angreifern jeweils ein Treffer – allerdings waren die Pinguine zu dem Zeitpunkt zwei Mann weniger als die Gäste. Man mag gar nicht daran denken, wie das Ergebnis gelautet hätte, wenn die Gäste selbst regelmäßig die Offensive gesucht hätten.

Damit gelang dem ESV der erwartete perfekte Start in die Aufstiegsrunde. Zwei Siege mit 36:2 Toren bedeuten Platz eins vor den Wanderers Germering die ebenfalls zweimal siegten (12:0 gegen Burgau, 8:2 in Bad Aibling) aber aufgrund des Torverhältnisses Platz zwei belegen.

Tore: 1:0 (14.) Härtl (Wedl, Mucha), 1:1 (15.) Sagerer, 2:1 (25.) Polaczek (Weigant, M., Demmler), 3:1 (29.) Weigant, P. (Weigant, M.), 4:1 (38.) Krafczyk (Ullmann, Mucha), 5:1 (40.) Polaczek (Hägele, Schödlbauer), 6:1 (42.) Polaczek (Weigant, P., Weigant, M.), 7:1 (44.) Ullmann (Mucha, Krafczyk), 8:1 (46.) Mucha (Wedl), 9:1 (46.) Ullmann (Polaczek), 10:1 (48.) Schwimmbeck (Streicher, Hägele). Strafen: Königsbrunn 20, Vilshofen 28 + 5 + Spieldauer (Zillinger).